Deutschlandlauf 2019 (12. Etappe)


Marathon Nr. 71



29.08.2019

Startzeit: 06:04 Uhr

Startnummer: 111

Startgebühr: 790

Marathonauflage: 

Start: Bingen am Rhein, Grundschule an der Burg Klopp

Ziel: Worms, Sporthalle von SV 1920 Horchheim e.V.

Laufzeit: 09:38:07 h

HM-Zeit: 02:49:45 h

Pace: 09:14 km/min

Herzfrequenz: 137

Rundenanzahl: 1

Kalorienverbrauch: 5394

Finisher: 5 (8-Etappenläufer)

Rang: 3 (8-Etappenläufer)

Reisekilometer: 480

Temperatur (min): 19 C

Temperatur (max): 26 C

Wind: schwach aus allen Richtungen

Niederschlag: -

Wetterstand: leicht bewölkt, später sonnig

Höhenmeter: 697



Mein allererster Etappenlauf mit vielen schönen Emotionen

Nach drei harten Etappen war dann Schluss für mich

Es war unheimlich schwer für mich, die richtige passende Sachen für meine Etappenreise beim Deutschlandlauf 2019 mitzubringen...
Es war unheimlich schwer für mich, die richtige passende Sachen für meine Etappenreise beim Deutschlandlauf 2019 mitzubringen...

Unglaublich, aber wahr! Ich habe diesen erlebnisreichen Deutschlandlauf (DLL) 2019, Gott sei Dank, endlich richtig kennengelernt, auch wenn ich nur ein paar Etappenläufe mitgemacht habe. Sogar ein klares Erlebnisbild konnte man nicht richtig beschreiben, wenn man selbst den DLL nicht miterlebt. Das konnte ich jetzt nachvollziehen und außerdem hatte ich auch anders vorgestellt als ich so gedacht hatte. 

 

Deutschlandlauf 2019 war die zweite Version von Oliver Witzke, der Cheforganisator aus dem Bergischen Land für dieses riesengroßen Laufprojekt. 2017 hatte er erfolgreich nach 7 Jahre Pause von der letzten DLL-Ausgabe (unter die Leitung von Ingo Schulze) wieder den erfolgreichen Deutschlandlauf belebt. 

 

DLL war weltweit einer der härtesten Etappenlaufwettbewerb überhaupt und ich war wirklich sehr froh, diesen harten Laufwettbewerb mitgemacht zu haben, wo ich dabei auch dort viel miterleben konnte.

 

Laut und deutlich konnte ich JETZT schon sagen, dass ich alle Etappenläufer*innen den GROSSEN RESPEKT verdient hatten. Es war vollkommen egal, wie viele Etappenläufe alle Teilnehmer*innen mitgemacht hatten. Sogar die anderen Etappenläufer, die aus gesundheitlichen Gründen bzw. verletzt nicht mehr weitermachen konnten, waren für mich die WAHRE STARKE HELDEN. 

 

Im Durchschnitt liefen sie jeden Tag fast 70 Kilometer. Die kürzeste reguläre Etappe betrug 50 Kilometer und die Königsetappe hatte 88km (Angelbachtal-Lichtenwald). Die letzte Etappe sollte mit fast 22 Kilometern und 2200 Höhenmetern zubuche schlagen. Es wurde bei Wind und Wetter gelaufen. Ein Deutschlandläufer bekam im Schnitt 5,5 Stunden Schlaf pro Nacht und nahm im Schnitt 4 kg während der 19 Lauftage ab. Er schlief zumeist auf harten Sporthallenböden mit vielen anderen Menschen um sich herum.

Er ließ Familie, Beruf und Freunde für drei Wochen so gut wie komplett hinter sich.
Er bekam vom normalen Tagesgeschehen kaum etwas mit.
Für ihn galt: Laufen, Essen, Schlafen, Laufen, Essen, Schlafen, Laufen, Essen, Schlafen, Laufen, Essen, Schlafen, Laufen, Essen, Schlafen, Laufen, Essen, Schlafen, Laufen, Essen, Schlafen,, usw. …….

 

Im Januar schrieb Oliver Witzke an allen gemeldeten Etappenläufern in der Webseite von DLL und so stand es drauf:

 

Der Deutschlandlauf ist ein riesengroßes Projekt. Alleine bis heute wurden für den Deutschlandlauf 2019 583 E-Mails geschrieben und ca. 87 Telefonate geführt, 25 Verträge unterschrieben.

Der Arbeitsaufwand der Vorbereitungen ist enorm. Schließlich gilt es 18 Ultramarathonläufe -hintereinander Tag für Tag- zu organisieren und dann noch den letzten Tag, samt Aufstieg zur Zugspitze, sowie der Siegerehrung. Hinzu kommen die Übernachtungen und Abendessen in Restaurants. Alleine schon der erste Tag auf der Insel Sylt ist organisatorisch äußerst kompliziert.

Wer so etwas auf sich nimmt, dem gehört alleine schon dafür, dass er sich am Deutschlandlauf versucht, Respekt gezollt.

In den kommenden drei Wochen gerät sicherlich noch einige Bewegung in die Teilnehmerliste. Wir werden euch ab Februar die Teilnehmer nach und nach vorstellen.

Das Organisationsteam ist sehr gut aufgestellt und hat aus Fehlern der letztjährigen Veranstaltung gelernt., wobei anzumerken bleibt, dass das Meiste sehr gut funktioniert hat.

Wir freuen uns sehr auf den „DLL2019“.

 

Dabei hatte ich schon ein sehr gutes Gefühl und ebenso freute ich mich schon auf diesen großen Laufabenteuer sehr.

2 Jahre zuvor

Keiner hatte damit so gerechnet, dass ich einmal den Etappenlauf mitmachen wollte? "Robert als bekannter gehörloser Kostümläufer mit Zylinderhut beim Deutschlandlauf (DLL) 2019?" - das haben sehr viele mich angefragt!

Ja, das war auch kein geplanter Zielangriff von mir, sondern wirklich eine zufällige Zwangsteilnahme, was am Ende aber für mich wirklich gelohnt hatte! Ich möchte gern Euch etwas berichten, wie ich mit der Teilnahme als Etappenläufer beim DLL entschieden habe? Im Normalfall hätte ich NIE meinen Mut beim DLL 2019 mitzumachen, ehrlich gesagt!

 

Im späten Frühjahr 2017 hatte Oliver Witzke uns mitgeteilt, dass ein neuer Etappenlauf in Deutschland von ihm geboren wurde. Dieser "Neuer" war ein 5-Tage-Etappenlauf durchs Bergische Land im Bereich Landschaftslauf / Trailrun mitten in Deutschland. Es hieß deshalb so "Die Bergischen 5" und daran war ich an diesem fünftägigen Etappenlauf sehr interessiert. Davon gab es zwei Varianten, die längere war die "Erwachsenenrunde" mit einer Gesamtlänge von 275 km mit 6300 Höhenmetern und die kürzere Variante "Kindergartenrunde" mit 167 km und 4000 Höhenmeter. Die Streckenlängen für die "Erwachsenenrunde" waren 50 km, 60 km, 70 km, 50 km und 45 Kilometer. Ohne Zögern habe ich dort im August 2017 für die "Erwachsenenrunde" erfolgreich angemeldet bzw. pünktlich den Startgebühr bezahlt. Auf diese interessante Herausforderung hatte ich mich schon gefreut, denn ich wollte einmal die Welt der Etappenläufe näher kennenlernen. 

1 Jahr zuvor

Aufgrund meiner persönlichen Gründe musste ich im Februar 2018 bei Oliver leider diese Teilnahme beim "Bergischen 5" schwermütig absagen. Laut aus seiner Ausschreibungsbestimmung konnte man nicht die bezahlte Startgebühr rückerstatten, was für mich natürlich verständlich war. Zum Glück gab es doch eine andere letzte Alternative und diesmal konnte jeder mit der eingezahlten Startgebühr in den anderen Laufwettbewerben von Oliver Witzke übertragen bzw. den eventuellen Restbetrag nachzahlen. Ich schaute seine geplanten Laufwettbewerbe nach und diesmal war der Deutschlandlauf 2019 mein großer Favorit, weil es auch ein Etappenlauf im deutschsprachigen Raum war. Im März 2018 hatte ich mich dann endgültig für die "leichtere" Variante 8 ETAPPEN AM STÜCK entschieden. Oliver Witzke teilte mir zu, dass es diesmal für mein Ersatzwettbewerb im Ernst bleiben sollte. Ich gab ihm versprechend zu und selbstverständlich möchte ich mein Wort halten. Es war ja noch über einem Jahr genügend Zeitvorsprung vorhanden. Darum war die zufällige Teilnahme mit diesem DLL2019 und einige Zeit später konnte ich mich sehr gut erinnern, dass ich bei meinem ersten, erfolgreichen Ultralauf von 60 Kilometer beim Deutschlandlauf 2017 als Einzeletappenläufer so gesagt habe: "Nie im Leben werde ich beim Deutschlandlauf als Etappenläufer teilnehmen!" Und das mit diesem seltenen Zufall musste ich hart schlucken und mich ein wenig unter Beweis stellen, dass ich diesen Etappenlauf doch mitmachen sollte. 

Ein ganz wichtiger Punkt für alle Etappenteilnehmer war das Regelwerk, indem man in der Webseite durchlesen konnte. Das Regelwerk war lang, aber für ein Laufprojekt dieser Größe unverzichtbar. Es sollte für alle Etappenteilnehmer*innen für klare Verhältnisse und Problemminimierung vor Ort sorgen und nach Olivers Meinung waren die Inhalte auf Erfahrungswerten vieler Jahre beruhigt. Anwendbar galt in erster Linie für die Sololäufer mit dem 1300-km-Wettbewerb, war aber größtenteils auch auf die anderen Wettbewerbe (außer dem Einzeletappenlauf) geeignet.

 

Darunter waren 52 Artikeln zu lesen und es sollte wichtige Details zu beachten, wie z.B. Startordnung, Wettkampfbestimmung, Etappensollzeiten, Ausrüstung für Lauf sowie fürs Gepäck, Streckenbeschreibung, Teilnehmerbesprechung, Disqualifikationsbestimmungen usw.  Dafür hatte ich mit diesem Regelwerk mein volles Verständnis und das Organisationsteam brauchte auch die sichere Klarheit. 

3, 2, 1 Monate...

Nun stellte ich mich eine einfache Frage, ob es ein paar spezielle Trainingspläne für Etappenläufe gab? Im Internet gab es nicht viel zu finden und jedoch hatte ich Glück, dass ich zwei intensive Pläne gefunden habe... So intensiv und zeitaufwendig wollte ich nicht, denn ich war immer schon ein leidenschaftlicher Genussläufer und da wollte ich bei den Etappenläufen natürlich ohne gewünschte Zielzeiten teilnehmen. Also entschied ich mit dem intensiven zu einem individuellen Trainingsplan, wo ich selbst am PC erstellt habe. Das war schon prima und ich hatte bis zum letzten Vorbereitungstag (in der Rede bis zu drei Monaten) ordentlich vorbereitet. 

 

Die Zeit verging wirklich sehr schnell wie die abfallende Sanduhr. So wie der Sand von oben aus dem oberen Gefäß nach unten ins untere Gefäß lief, so ähnlich verlief mein Leben als Trainingsläufer für das große Laufprojekt.

 

Schon lange habe ich mit Oliver Witzke über die gewünschte Startnummer geschrieben und für die Sololäufer waren die Ziffern 1-99 an den Startnummern bei der Anmeldung schon im Voraus von den Teilnehmern ausgesucht. Für die 8-Tage-Etappenläufer waren 100-150 bestimmt und ich hatte Glück, dass keiner die Jokerzahl "111" genommen hatte. Also, ich nahm diese schöne Schnapszahl an und war wirklich froh, dass ich sie bekommen hatte. 

 

Fast einen Monat vor dem DLL-Start für Sololäufer hatte Oliver Witzke uns allen Teilnehmer*innen im Facebook schon die bedruckten Startnummern gezeigt und ich fand vom ersten Blick mit der Schnapszahl doch cool. 

Ich war sehr überrascht darüber, als Oliver uns für die 8-Tage-Etappenteilnehmer den letzten Infoschreiben per Email mitgeteilt hatte. Darunter war auch die sehr wichtigen Bestimmungen für die Laufbekleidungen. Es sollte helle / bunte Kleidung getragen werden und ich war überall mit meinem "Markenzeichen" alles in SCHWARZ / WEISS. Nun habe ich wirklich ein ernsthaftes Problem und ich hoffte auf eine gute, einfache Lösung von Oliver. Zum Glück hatte Oliver mir mit meinem sehnlichsten Wunsch sein Verständnis, weiterhin als Kostümläufer beim DLL anzutreten. Da ich beim DLL durchs halbe Deutschland lief, hatte ich mir ein paar auffallende Deutschlandflaggen besorgt und somit könnte ich mit meinem Plan auch "bunt" auffällig unterwegs. Danke, lieber Oliver!

Ich war sehr erstaunt, als ich zweimal im Facebook gepostet habe, dass meine Zeit von 100 bzw. 50 Tagen bis zu meiner Herausforderung übriggeblieben war und dabei bekam ich sehr viele motivierende Worten von Euch. HERZLICHEN LIEBEN DANK!!!

Das Schlimmste war kurz vor der Hinreise für mich, denn ich wusste nicht so genau, was ich als Etappenläufer bestimmte Sachen einpacken sollte?! Ich stand im Tal der Ahnungslosen und brauchte unbedingt viele Ratschläge / Tipps. So konnte ich wieder aus dem Internet von den anderen Laufblogger, die auch öfters Etappenläufe mitgemacht hatten, Bilder und vor allem die interessante Packlisten finden. Was wäre eine Welt ohne Internet für mich? Eine gute Woche brauchte ich dafür, bis ich die passenden Dinge für mein Gepäck auf einem Zettel aufgeschrieben habe. Das war wieder was Neues für mich...

Vorm baldigen Start beim DLL habe ich meinem gehörlosen Marathonläufer aus Reutlingen, namens Georgios Gerasimou, sehr viel zu verdanken. Er war seit einem halben Jahr bis zum DLL-Start immer an meiner Seite. Mehr als ein guter Lauffreund war er regelmäßig für mich da, denn er achtete immer darauf, dass ich IMMER im Fokus für Deutschlandlauf 2019 bleiben sollte. Sogar an meinen vielen Lauftrainings war er ebenfalls ein guter Beobachter und bei meinen Tiefphasen war er oft ein super Motivator für mich. Das werde ich NIE in meinem Leben vergessen und nochmals TAUSEND LIEBEN DANK, lieber Gogo! Obwohl er kein erfahrener Etappenläufer war, hatte er immer seine Hilfsbereitschaft mir selbstverständlich gezeigt. Wirklich ein superfeiner Typ! Darum war ich auf anderer Seite richtig froh, dass er mein Laufgeschenk angenommen bzw. seinen ersten Ultralauf mit 55 Kilometer in der 15. Etappe erfolgreich mitgemacht hatte. Mehr im Bericht in der 15. Etappe zu lesen...

Impressionen von der Hinreise (1 Tag vor meinem großen Start)

An diesem Mittwoch, dem 28. August 2019, war dann auf der Zugfahrt die letzte große Belastung noch mehr zu spüren. Im ICE-Zug konnte ich nicht im Kopf frei bekommen. Um herum spielten die vielen ungewisseren Fragen zu mir selbst und das war wirklich sehr hart. Es war auch kein Wunder, denn ich besaß keine Erfahrung als Etappenläufer. Ich las noch ein letztes Mal das Regelwerk vom DLL 2019 durch und schaute seelenruhig die 8 Etappenstrecken mit seinen Höhenprofilen an. Da war mir dann klar, dass es keine leichte Etappenreise für mich geben könnte. Egal, ich musste trotzdem dort antreten und es gab kein Zurück für mich! Ich sollte cool bleiben und mein Bestes bei dieser großen Teilnahme daraus machen. Das Interessante für mich war danach, dass ich einige Male mit meiner Ungewissheit ein paar Tränen bekam. Bei meinen vielen Marathonreisen war nicht so der Fall... 

Anderseits war ich wirklich froh darüber, denn ausgerechnet eine Woche davor hatte ich meine leichte Erkältung bekommen. Ich war mit der Zeit wirklich verunsichert und keiner wusste darüber, denn ich brauchte meine letzte Hoffnung für die schnelle Genesung. Die hatte zum Glück doch geholfen und ich konnte dann mit ein wenig Freude meine große Laufreise antreten.

 

Die Bahnfahrt war mit einem kurzen Umstieg in Frankfurt am Main bis nach Bingen am Rhein sehr angenehm. Bingen am Rhein ist eine große kreisangehörige Stadt im Landkreis Mainz-Bingen in Rheinland-Pfalz. Bevor ich über einen Kilometer vom Bahnhof bis zur Turnhalle von der Grundschule an der Burg Klopp zu Fuß gehen sollte, hatte ich mein grünes Finishershirt vom Deutschlandlauf 2017 umgezogen. Sozusagen eine kleine Motivationsspritze für mich. Da war ich dort als Einzeletappenteilnehmer dabei und das war mein erster langer Ultralauf. Für mich war ein unvergesslicher, erlebnisreicher Ultralauf, wo ich mit 60,1 km von Solingen bis Bornheim-Hersel durch die weltbekannte, deutsche Großstadt Köln lief. 

Gute 20 Minuten brauchte ich etwas steil auf bis zur Turnhalle zu Fuß und konnte an vielen pinkfarbigen Streckenmarkierungen leicht erkennen. Man konnte die Burg Klopp schon sehen. Was ich aber nicht wusste, dass die Burg Klopp seit 2002 Teil des UNESCO-Welterbes Oberes Mittelrheintal war und diese Burg Klopp ist eine Höhenburg auf einer Anhöhe in der Stadt Bingen am Rhein.

 

Im hinteren Teil der Turnhalle begann dann meine Aufregung zu spüren und da war mir klar, meine allergrößte Abenteuerreise hatte nun begonnen. Aus der Ferne sah ich schon die auffällige "Beachflag" (engl. für Strandfahne) mit dem Aufdruck DEUTSCHLANDLAUF 2019. Oliver Witzke hatte mich ebenfalls aus der Sichtweite sofort erkannt, er stand gleich auf und ging persönlich zu mir. Sehr vorbildlich als Cheforganisator des DLL2019 für mich! Wir haben uns auf ein Wiedersehen sehr gefreut. Sein Helferteam waren da und ich konnte einige vom letzten Deutschlandlauf vor zwei Jahren locker erkennen. 

 

Oliver teilte mir zu, dass alle Läufer erst ab 16 Uhr in die Turnhalle betreten sollten, da die Transportgüter aus dem LKW noch nicht vollständig ausgeladen waren. Gute zwei Stunden habe ich viel Zeit und wollte sowieso keinen Stress bei meiner Ankunft haben. Mit meinem kleinen Rundgang in dieser Umgebung gab mir dann die innere Ruhe sowie Sicherheit. An diesem Zeitpunkt habe ich zu mir gesagt, dass ich doch auf meine erste achttägige Etappenreise mich darauf freute. Die psychische Belastung war schleichend weniger und das war angenehm.

 

Eine Stunde später kam dann der deutsch bekannte Ultraläufer Michael Kiene als Drittplatzierter ans Ziel. Er war aktuell auch im Vorstand für 100 Marathon Klub Deutschland als Statistiker zuständig. Wie ich ihn sehr gut kannte, lief er an vielen Etappenläufen, aber auch zahlreiche Marathons mit bahnbrechenden Zielzeiten. Ich habe vor ihm mein Respekt und als Typ fand ich zu ihm ein sehr vorbildlicher, bodenständiger Läufer. Mit einer kleinen Begrüßung nach seinem lockeren Ziellauf hatte er mich leicht erkannt und wünschte ihm mit seinen restlichen Etappenläufen alles Gute. Wir haben uns vor einem Monat das letzte Mal gesehen beim 30. Internationalen Bad Pyrmont Marathon und zu ihm habe ich schon gesagt, dass er beim Deutschlandlauf 2019 mein Geheimfavorit war. Er könnte unter den 5 Besten gehören. 

Mit meinem gehörlosen Kurfreund Dieter Norf aus Wuppertal habe ich über WhatsApp kurz kontaktiert. Er hatte leider Verspätungen mit seiner Bahnverbindung und sollte um eine Stunde später hier sein. Für mich war das kein Problem, nur sein Ankommen war mir das Wichtigste. Für mich war Dieter die größte Überraschungsperson vor dem Deutschlandlauf. Mehr später dazu im unteren Bericht in der 12. Etappe...

 

10 nach 16 Uhr ging ich zum ersten Mal in die Turnhalle und einige Zielläufer waren schon an seinen bestimmten Schlafplätzen da. Sie hatten ja bisher aus den letzten 11 Etappen genug Erfahrungen und ich wusste erstmal nicht genau, wo ich da schlafen sollte. Ich ließ mich ruhig umschauen und für mich war die oberste Priorität, in jede Turnhalle die freien Steckdosen erhalten zu haben. Das Smartphone sowie die Powerbank-Akku waren meine allerwichtigsten Begleiter. Ohne sie hätte ich keinen direkten Kontakt zu meiner Frau sowie Familie, ganz besonders war auch so, dass ich das Handy für meine Bilder- und Videoaufnahmen für mein Laufblog nutzen möchte. Alles andere konnte ich verzichten. 

 

Nun hatte ich einen passenden Schlafplatz gefunden und das war in der Umkleidekabine. Das störte mich nicht und außerdem war ich beim Schlafen lichtempfindlich, auch wenn ich die Schlafbrille mitgebracht hatte. Es könnte eventuell von mir leicht geschnarcht werden und da nahm ich natürlich die Rücksicht auf die anderen Etappenläufer. 

Ein wenig war für mich schon sehr interessant, dass ich etwas überall beobachten durfte. Sehr unterschiedlich waren die Etappenläufer an seinen Schlafplätzen verteilt und auch wie sie mit den belastenden Füßen / Beinen liebevoll kümmerten. Das kannte ich bisher aus meinen vielen Marathonteilnahmen nicht, denn die meisten waren dann auf der Heimfahrt und man konnte nicht sehen, was sie nach den Marathonläufen so unternommen hatten. 

 

Einige Etappenläufer waren mit seinen Partnern im Wohnmobil unterwegs und das war natürlich ein wenig Luxus für sie. Ein paar Tage davor habe ich im Facebook mitbekommen, dass der liebe Gunnar Meikstat, den ich meist in Berlin bei den kleinen organisierten Marathonläufen kannte, nicht mehr weitermachen konnte. Er schaffte 9 von 19 Etappen! Sein Knöchel war stark angeschwollen und trotz Kühlen bzw. Kühlen mit Salbenverband war keine Linderung in Sicht. Sehr schade für mich, denn auf ein Wiedersehen hätte ich mich sehr gefreut. Ich konnte ihn sehr gut verstehen, dass seine Gesundheit an erster Stelle wichtig war. Es war die richtige Entscheidung von Gunnar. Ich hatte vor dem DLL-Start ihm mit großer positiver Aussicht gedacht, dass er es schaffen könnte. An meiner Stelle natürlich gratuliere ich ihm zu seiner starken Leistung, 9 Etappen waren ja auch lang und für ihn sicher eine wertvolle Erfahrung!

Als Dieter endlich an der Stelle zum ersten Mal beim DLL ankam, war er in voller guter Laune und das gefiel mir sehr gut. Ich habe mich auf sein Erscheinen sehr gefreut und ein gemeinsames Abendessen mit den anderen Etappenläufer. Dieter konnte etwas die Welt der Etappenläufer näher kennenlernen. Ein paar Vorbereitungen für morgen hatten wir schon gemacht, denn wir sollten morgen schon um 4 Uhr aufstehen. Wir waren klar nicht in der Urlaubsstimmung, sondern im sportlichen Einsatz...

 

Es gab dann ein Briefing von Oliver und die 8-Tage-Etappenläufer bekamen dann die Startunterlagen mit ein paar Geschenken. Das rote Finishershirt habe ich auch erhalten und es sollte erst nach der letzten Etappe angezogen werden, so für mich ein kleiner Aberglaube.... Als ich die Startnummer in der Hand bekam, hatte ich wirklich die Lust bekommen, ich würde am liebsten jetzt schon losstarten und meine enorme Belastung war dann noch weniger geworden. Nach ein paar Bierchen mit Dieter waren wir alle dann schon im Schlaf... Auf diese ungewissere Laufreise war ich sehr gespannt darauf und blieb jedoch gelassen. 


Video-Impressionen vom 1. Etappentag (12. Etappe)

Wie Dieter Norf auf seine Idee, als gehörloser Einzeletappenläufer beim DLL2019 mitzumachen, darauf gekommen war? Darüber möchte ich etwas Euch verraten... Ehrlich gesagt, ich war von seiner mutigen Entscheidung sehr überrascht und ich hätte NIE gedacht, dass er das gern mitmachen wollte.

 

Als ich im Facebook mit der Bekanntgabe "noch 50 Tage" bis zu meinem DLL-Start gepostet habe, hatte Dieter mit mir persönlich im Videochat in der Frühstückspause am Arbeitsplatz mitgeteilt. Er würde sehr gern mit mir eine komplette Etappe zusammenlaufen und bei seiner gründlichen Suche nach der passenden Etappe für ihn hatte er die 12. Etappe mit einer Lauflänge von 61,53 Kilometer entschieden. Mit großer Bewunderung habe ich zu ihm gesagt, das wäre für mich kein Problem und ich freute mich sehr für seinen mutigen Entschluss.

 

So kam Dieter zu einem festgelegten Punkt, er meldete sich bei Oliver an und alles klappte wunderbar. Man durfte auch nicht vergessen, er wurde gerade 60 Jahre alt und seine Marathonerfahrung lag noch nicht mal ein Jahr alt. Er hatte drei Marathonläufe bisher mitgemacht und dann noch dieser ERSTE ULTRALAUF für ihn! Ein mutiger Wahnsinnstyp! Ich brauchte zwei Jahre dafür, bis ich meinen Mut für den ersten Ultralauf gezeigt hatte. Für mich war das ein großer Unterschied. Außerdem versprach ich ihm zu, dass wir gemeinsam in einem Wohlfühltempo laufen werden, denn ich hatte danach noch weitere lange Etappenläufe vor mir. Dazu bräuchte ich meine wertvollen Kräfte.

Pünktlich am frühen Morgen um 4 Uhr war die Turnhallenlampen sofort aufgehellt und schon wimmelten ein paar Etappenläufer aus den Schlafmatratzen herum. Etwas ungewöhnlich für mich und ich sah schon Oliver in derselben Umkleideraum, wie er sich für die Streckenmarkierungen vorbereitete. Mit Dieter gingen wir locker durch den großen Lauftag, denn wir waren noch die "Frischen", noch nicht erschöpft und das gaben uns etwas Sicherheit. Das Helferteam hatte sich schon für uns das große Frühstücksbuffett aufgestellt. Gegen 5 Uhr ließen wir alle gemeinsam mit dem Frühstücksessen. Noch hatte ich kein Laufkostüm angezogen und fast über die Hälfte aller Etappenläufer kannten mich vom Sehen noch nicht. Sicher werden große Augen geben, wenn sie mich vorm Start ansehen. 

 

15 Minuten vorm Start war Dieter und ich schon startbereit im Freien, etwas dunkel als bei uns im Berliner Raum. Das hatte ich nicht erwartet und Oliver meinte mich, ich sei trotzdem zu dunkel gekleidet. Auch ich sollte meine Stirnlampe aufsetzen, aber alles waren im Gepäck eingepackt. "Morgen werde ich es mitnehmen, versprochen!" habe ich zum Chef gesagt und Dieter bekam auch von ihm die Stirnlampe ausgeliehen. So, Countdown lief für uns schon und ich war in diesem Zeitpunkt froh darauf, bald mein großes Abenteuer als Etappenläufer anzutreten. Ich hatte ein sehr gutes Gefühl, dass ich ganz bestimmt alles schaffen könnte, wenn es nicht schiefläuft?! 

Mit 5 Teilnehmer der 8-Tage-Etappenläufer waren bei der 12. Etappe am Start (zwei weibliche und drei männliche). Für sie war der erste Tag überhaupt und bei den Sololäufern, die schon nach 11 Etappen mit 818 Kilometern laufend unterwegs waren, sozusagen die Routine. Ich habe an allen großen Respekt, die noch weitergekommen waren. Wie ich es angeschaut hatte, waren alle nicht so schlimm erschöpft... Für die Teilnehmer der 8-Etappenlauf waren an diesem 29. August 2019 der erste Tag.

 

Erstaunlich war für mich schon, dass in diesem Jahr die Aussteigerquote sehr hoch war. Bereits nach der ersten Laufwoche waren 17 Läuferinnen und Läufer ausgeschieden, denn am ersten Starttag in Sylt waren 41 Teilnehmer anwesend. Die Ursache war der berühmt-berüchtigte Shin-Splint (schmerzhafte Empfindung in den Schienbeinen) und die erste Woche war allgemein sehr hart, da täglich deutlich mehr als die durchschnittliche 70 km pro Tag gelaufen wurden.

 

In den letzten beiden Monaten habe ich mindestens 1-2-mal pro Woche die 8 Etappenstrecken angeschaut und immer wieder die Höhenprofile unter die Lupe genommen. Das war kein Witz! Ich wollte einfach auf die Nummer sicher gehen und für den Notfall habe ich das ausgedruckte Blatt pro Etappe unterwegs in der Hand.

 

Oliver Witzke war auch sehr nett und er hatte in seiner DLL-Homepage jeden Tag die Etappenbeschreibung aufgestellt, so dass wir schon "vorinformiert" bzw. "vorgewarnt" waren. Wirklich sehr gut beschrieben und man konnte ihn schon eindeutig erkennen, er liebte diesen Deutschlandlauf mit großen Herzen. An diesem Tag sollten wir von Bingen am Rhein nach Worms über 61,5 km laufen. Er schilderte auch uns vorher, dass es auf dieser Etappe zuletzt besonders viele Streckenänderungen gegeben hatte. Für ihn hatte viele Nerven gekostet.

 

Ich war noch nie in meinem Leben, durch den Weinberg zu laufen und darauf freute ich mich schon sehr. Das Laufwetter soll alles nach Plan trocken bleiben, es könnte in der Nachmittagszeit etwas regnen. Mal schauen, was dabei rauskommt?

Nach pünktlichem Start war der Lauf mit der langsam aufgehenden Helle der heimliche Begleiter und meine Lauflust wurde immer größer. 

 

Die ersten 15 Kilometer waren für uns sehr frisch und vor allem angenehm. Man konnte bis dahin erstmal mit unserer Müdigkeit abgewöhnen und ich hatte vor dem DLL-Start schon vorgenommen, bei meiner gesamten Reise beim DLL viele schöne kleine Videomomente während meines Etappenlaufes aufzunehmen. In der Zukunft möchte ich in meinem Laufblog mehr Videotrailer von jedem Lauf erstellen und weniger Fotoaufnahmen machen lassen. Ich hatte bisher mit meinen Laufberichten viel zu viel Zeit investiert und das möchte ich künftig viel ändern. 

 

Immer an der Seite mit Dieter Norf war ich unterwegs und wir hatten durchgehend viel Spaß. Es waren mit verschiedenen Streckenbeschaffenheiten zu laufen bzw. nebenbei noch viele schöne Blicke zu sehen. Oliver Witzke beschrieb schon immer, dass der Deutschlandlauf durch und durch ein großes Abenteuer für uns war. Einige Etappenläufer überholten uns sogar und das waren für mich die "Starken", denn sie hatten viele Kräfte verbraucht und gaben noch nicht auf... (mehr auf meinem Videotrailer zu sehen)

 

Ab 30 km war für Dieter schon mit den Kräften weniger und ich ließ trotzdem an seiner Seite anhängen. Für mich war das mit meiner Zielzeit vollkommen egal, denn das Zeitlimit beim DLL 2019 war sehr läuferfreundlich lang angesetzt. Also, kein Zeitdruck für jeden Etappenläufer und man sollte pro Kilometer 11 Minuten schaffen. 

 

Bei 39 km, nahe die Ortschaft Frettenheim, haben wir ein kurzer Halt am Feldweg gemacht und wie ich selbst bemerkt habe, dass mit der Zeit nach und nach langsamer wurde. Also, wir hatten uns beschlossen, dass ich die restliche 20 Kilometer dann im Alleingang machen sollte und für Dieter war das in Ordnung. Er meinte zu mir, dass ich das Zeitlimit erreichen sollte, um an den nächsten Tagen meine weiteren Etappenläufe ohne Zeitverlust mitmachen könnte. Als Einzeletappenläufer wie Dieter war das egal, ob er später zum Ziel ankam.

Alles lief nach meinem Wunsch: das richtige Tempo, meine Motivation, meine Zeit usw. Alles in voller Zufriedenheit und noch keine Erschöpfung in Sicht, das war sehr wichtig für mich! Das Wetter war bisher noch alles trocken und 5 km vorm Ziel sah ich aus der Ferne Regen. Wirklich lustig war das, 1 km vorm Ziel hatte ich mein durchsichtiger Regenponcho angezogen und es gab ein kurzer Niederschlag. Die letzten 300 Meter zog ich den Poncho wieder aus, um mich bei meinem ersten Ziellauf als Etappenläufer hübsch zu bleiben sollte.  Ich kam nach 9:38 Stunden glücklich zum Ziel in Worms-Horchheim an und alles noch in gutem Zustand. 

 

Wie ich von Oliver mitbekommen habe, hatte er dem "DLL2017-Bezwinger" Frank Reichl viel zu verdanken. Durch ihm und seine Familie konnte für DLL2019 der SV Horchheim die Übernachtungsmöglichkeit erhalten. Beim DLL2017 war Westhofen ein Etappenort und diese Übernachtung war klasse. Aber diesmal gingen wir nach Westhofen deshalb nicht wieder, weil die Etappe zuvor ja knappe 20 km bis nach Bingen verlängert wurde und mit 46 km auf dieser Etappe war für einen Deutschlandläufer einfach zu kurz. Dann müsste dies an anderer Stelle wieder hereinholen und kostete dann die bedeutende Anstrengung danach. Darum dieser neuer Etappenort Horchheim...

 

Eine gute Stunde kam Dieter glücklich zum Ziel an und ich war so erschrocken, dass es bei ihm doch alles gut gelaufen war und er das Zeitlimit gerade erreicht hatte. Über sein gesundes Ankommen war ich so glücklich und stolz darüber, denn er als Leichtathlet in dem jungen Alter hatte er ALLES erreicht. Vom Sprint- bis zum Ultraläufer, wo er auch im Erwachsenenalter ein aktiver Läufer für die deutsche Gehörlosen-Nationalmannschaft mit vielen Erfolgen erreicht hatte. Mehr brauchte er in seinem restlichen Leben nicht mehr beweisen. Hut ab, lieber Dieter und das Schönste war auch für uns, dass wir alle DREI Distanzen gemeinsam begleitet hatten. Beim 37. Berliner Halbmarathon 2017, sein erster Marathonlauf im 2018 beim 18. Remscheider Röntgenlauf und dann dieser ULTRALAUF beim Deutschlandlauf 2019. 

 

Für seinen stolzen Erfolg bekam Dieter Norf vom Cheforganisator Oliver persönlich mit einer Erinnerungsmedaille und Urkunde überreicht. Schon an dem Abend fuhr er wieder nach Hause und dabei wünschte er mir viel Glück für meinen Etappenlauf...

 

Dann ging es wiederholt mit den Turnhallenübernachtung usw. Langsam habe ich mit dieser Etappenlaufwelt daran gewöhnt und auf den zweiten Etappenlauf freute ich mich schon darauf. Es war um 9 km länger als diese 12. Etappe.


Strecke (Route)

(Original-Laufstrecke von Oliver Witzke)
(Original-Laufstrecke von Oliver Witzke)
(meine Laufstrecke)
(meine Laufstrecke)

Höhenprofil 12. Etappe
Höhenprofil 12. Etappe

Kommentare: 2
  • #2

    Rob Deafrunner (Freitag, 11 Oktober 2019 09:02)

    Lieber Dieter, dankend habe ich mit Freude Deine wunderschöne Worte erhalten. Das freut mich auch für Dich sehr und Du bist sowieso ein großes, gutes Vorbild für alle. Das Alter spielt ja im Laufsport keine Rolle, jeder kann sowas mitmachen. Natürlich nach idealer Anpassung.. Darum kann jeder auch von Dir beeindrucken lassen.
    Auf Dich kannst Du selbst für immer stolz sein. Ich freue mich immer wieder, wenn jemand durch meine bescheidende Impulse mit dem Laufen erhalten haben. Egal, ob man mit 5 km oder viel mehr erreichen kann, jeder ist ein Gewinner.. Nochmals lieben Dank!

  • #1

    Dieter Norf (Donnerstag, 10 Oktober 2019 19:54)

    Lieber Rob, ich war sehr glücklich, dass ich mit Dir zusammengelaufen bin. Du bist ein echter, perfekter Überzeugungskünstler für mich, und jemanden selbstbewusst und moralisch zu unterstützen. Ich kann nie in meinem Leben vergessen, dass ich Marathon und Ultramarathon trotz meines Alters noch anpacken konnte. Vorher ist mir nur unrealisierbar. Zum größten Glück habe ich dich begleitet, Halb-, Marathon und Ultramarathon zu absolvieren und sehr viel zu erleben. Nochmals vielen riesengroßen und lieben Dank an meinem Freund Robert!!!!