15. Neujahrsmarathon Zürich


Marathon Nr. 58



01.01.2019

Startzeit: 00:00 Uhr

Startnummer: 25

Startgebühr: 53 EUR

Marathonauflage: 15

Start: Schlieren/Zürich, Sporthalle Unterrohr 

Ziel: Schieren/Zürich, Sporthalle Unterrohr

Laufzeit: 04:44:17 h

HM-Zeit: 02:10:38 h

Pace: 06:41 km/min

Herzfrequenz: 160

Rundenanzahl: 4

Kalorienverbrauch: 3946

Finisher: 199 (Marathon)

Rang: 131 (Marathon)

Platz unter Deutschen: 8

Finisher aus Deutschland: 8

Zeitverschiebung: -

Reisekilometer: 1326

Temperatur (min): 3 C

Temperatur (max): 5 C

Wind: kaum bis schwach

Niederschlag: -

Wetterstand: bewölkt in der Nacht

Höhenmeter: 61



"Prost Neujahr", Zürich!

Weltweit erster Marathonstart des neuen Jahres

Zufälliges Treffen mit den bekannten gehörlosen Gesichtern...... v.l. : Doreen, Sabine, Robert, Ralf und Jörg
Zufälliges Treffen mit den bekannten gehörlosen Gesichtern...... v.l. : Doreen, Sabine, Robert, Ralf und Jörg

Seit Jahren habe ich den weltbekannten Neujahrsmarathon, organisiert vom Verein Neujahrsmarathon Zürich, immer in meiner Marathon-Liste vorgemerkt. Vor einiger Zeit habe ich mit meiner Frau auch schon lange über die etwa andere Art von Silvesterfeier darüber unterhaltet und bei diesem Neujahrsmarathon könnte für uns mit der sportlichen Silvesterfeier wunderbar vorstellen. Die typische Silvesterfeier mit Böller, Saufstimmung und vieles mehr waren für uns schon lange die abwechslungslose Feierform. 

 

Aus diesem Grund waren wir schnell zu einem Entscheidungspunkt gekommen und wir ließen für unsere Läufe rechtzeitig schon im Sommer anmelden.  Nunmehr waren wir gespannt darauf, was dort so alles abläuft!?

Warum habe ich ausgerechnet diesen Neujahrsmarathon Zürich schon lange in Planung? Ganz einfach: Es ist ein besonderer Marathonlauf, der seit 2005 jährlich am 1. Januar durchgeführt wird. Es wird IMMER um die Mitternacht gestartet, genau zum Beginn des neuen Jahres. Deshalb war ich von Anfang an schon diesen einzigartigen Lauf sofort begeistert, als ich vor ein paar Jahren darüber gelesen habe.

 

Zusätzlich gibt es selbstredend für viele Teilnehmer eine besondere Motivation mit diesem Neujahrsmarathon. Dank der mitternächtlichen Startzeit gehen die Siegerzeiten nicht nur in die Statistiken der IAAF (auf Englisch: Weltleichtathletikverband) ein, sondern gelten dort Jahr für Jahr auch als erste offizielle Jahresweltbestzeiten.

 

Aus unserem Freundeskreis haben wir mit unserer Info zum 15. Neujahrsmarathon kurz informiert und wir hofften natürlich auf die vielen Interessenten. Es gab gute Vorteile für alle, es war nicht nur Marathonlauf im Angebot, sondern auch Halbmarathon sowie auch 10-km-Lauf. Da könnte einige sicher mitmachen?!

 

Nur die gehörlose Frau namens Doreen E., Ehefrau von meinem Arbeitskollegen Udo E., war gern bereit, mit meiner Frau Sabine beim 10-km-Lauf teilzunehmen. Für Doreen war die erste 10-km-Teilnahme und für diesen Lauf hatte sie seit drei Monaten im Lauftraining gut vorbereitet. 

 

Später habe ich von dem gehörlosen Jörg zufällig mitbekommen, dass er auch für taubblinden Ralf beim Halbmarathonlauf in Zürich begleiten sollte. Im Normalfall könnten sie beide den Marathon laufen, aber bei diesem knappen Zeitlimit (5 Stunden) würde Ralf wegen seiner starken Sehbehinderung nicht schaffen. Deshalb hatten sie für ein Halbmarathonlauf entschieden. Für Jörg war das ein normaler Arbeitseinsatz, denn er arbeitet für Ralf als Assistent und er übernahm alles auf seinen Kosten. Es war für mich wirklich ungewöhnlich, dass seine Arbeit für Ralf mitten in der Silvesterfeier sowie zum Jahreswechsel eingesetzt wurde. Normalerweise haben viele an diesem Abend arbeitsfrei und trotzdem habe ich mein Respekt an Jörg, der sicher ohne seine Frau sowie seine Familie die Feier zum Jahreswechsel aufopferte.

 

Wir haben für unsere Zürich-Reise mit dem bequemen Flug sowie den zweitägigen Hotelaufenthalt geplant und meine Frau war noch nie im Leben in der Schweiz. Zürich war nach Interlaken (ein bekannter, traditioneller Urlaubsort im bergigen Berner Oberland) beim 26. Jungfrau Marathon mein zweiter Aufenthalt in der Schweiz im Jahr 2018. Deshalb lohnte sich auch ein paar Tage länger dort zu bleiben und für meine Frau mal die Schweizer Kultur richtig kennenzulernen. 

 

Kurze Zeit vor unserer Reise habe ich von meinen anderen Läufern mitbekommen, dass einige an dem Silvesterabend nach dem Flug gleich direkt zum Neujahrsmarathon teilnehmen und nach dem Lauf wieder in den frühen Morgen nach Deutschland zurückfliegen werden. Das fand ich nicht schlecht, wenn man selbst Zürich, die größte Stadt der Schweiz mit über 400.000 Einwohnern, schon gesehen hatte.

Zufällig an dem vorletzten Tag des Jahres, wo wir ab Flughafen Berlin-Tegel in der Vormittagszeit nach Zürich fliegen wollten, hatten wir unser bekannter Berliner Ultraläufer Sascha D. vom Verein "LG Mauerweg Berlin" getroffen. Er nahm auch beim Neujahrsmarathon teil.  Der Hinflug war trotz ein wenig Verspätung doch pünktlich angekommen und bei der Ankunft waren die gehörlosen Freunde aus Biesenthal (Doreen, Udo sowie seine hörgeschädigten Kinder Fabian und Franka) da. Dabei war auch ein gehörloser Mann namens Christoph aus Österreich (Lustenau). Diese Biesenthaler Familie war schon über eine Woche bei ihm mit seiner Frau in Österreich zu Besuch.  Wir waren alle endlich froh, dass wir mit unserem vereinbarten Treffen in Zürich ohne Probleme hatten.  

 

Ein paar Stunden blieben wir auf Wunsch von Fabian im Flughafen. Er wollte sehr gern auf der Zuschauerterrasse B etwas ansehen, wo er die Flugzeuge beim Starten sowie Landungen miterleben möchte. Er ist bis heute ein sehr leidenschaftlicher Flugzeug-Fan. Für uns war das selbstverständlich, dass wir seinen Wunsch gern freigeben möchten.

 

Es war eine interessante Unterhaltung für Groß und Klein und es bot uns mit einem einzigartigen Ausblick auf der Zuschauerterrasse an.  Laut Statistik gehört die Zuschauerterrasse B am Flughafen Zürich mit rund 300.000 Besucher*innen jährlich zu den beliebtesten Ausflugszielen der Schweiz. 

 

Erstaunlicherweise waren die Shops und Restaurants im öffentlichen Bereich des Flughafen Zürich (Airport Center) täglich von früh bis spät offen. Über 80 Shops, Bars und Restaurants lassen für alle bestimmt keine Langeweile aufkommen.

Fotos: Fabian Ewert

Danach nutzen wir den halben Tag die Stadt Zürich als kleine Stadtbesichtigung und zum Glück konnten wir unsere Koffer vorher in der nahen liegenden Pension ablegen. Einchecken konnten wir leider noch nicht, denn um diese Zeit waren wir noch zu früh dort da.

 

Vor der Zürich-Reise habe ich an Udo sowie seine Tochter Franka einen interessanten Vorschlag angeboten. Es sollte ein geplanter Besuch ins bekannte FIFA World Fußball Museum. Schnell hatten sie mir das Interesse gezeigt. Das war für mich keine Überraschung, denn diese beiden Personen waren bis heute immer noch Fußballbegeisterte. Deswegen wusste ich schon vorher, dass es mit meinem Vorschlag für sie sicher sehr verlockend war.

 

Ich hatte seit einigen Monaten zufällig aus den Medien über das FIFA World Fußball Museum mit großer Begeisterung mitbekommen. Das FIFA World Fußball Museum wurde im Februar 2016 eröffnet. Es ist ein Museum auf drei Stockwerken, das der Geschichte und Entwicklung des internationalen Fußballs gewidmet ist. Die Ausstellung erstreckt sich über eine Gesamtfläche von über 3000 Quadratmetern. Für den Standort hat man sich entschieden, weil Schweiz eines der FIFA-Gründungsmitglieder ist und Zürich noch heute den Hauptsitz der FIFA beherbergt. 

 

Das Museum zeigt mehr als 1000 Objekte aus der Welt des internationalen Fußballs. Ausgestellt werden Memorabilien (Lebenserinnerungen) von jeder bisherigen Fußball-Weltmeisterschaft der Männer und der Frauen.

 

Im Regenbogen, einer runden Glasvitrine, sind die Farben sortierten Originaltrikots der FIFA-Mitgliedsverbände ausgestellt, derzeit 211.  Es sind auch 500 Videos zu sehen. Die Audio- und Soundinstallation „Visions of Football“ zeigt Fußball-Szenen und historische Momente auf einer acht Meter hohen LED-Fläche. In einem 180-Grad-Kino wird ein achtminütiger Film mit Original-Szenen aus den WM-Endspielen gezeigt.

 

Beeindruckt waren wir vom FIFA World Fußball Museum und das zeigte uns ganz sicher, dass der Fußball weltweit von FIFA organisiert und zur unbestrittenen Sportart Nummer eins entwickelt hat.  Nach meiner Meinung ist ein Pflichtbesuch für alle Fans und für mich war ein großes Highlight dieses Ausstellungsbereichs: die wichtigste Trophäe des Mannschaftssports - der originale FIFA WM Pokal. 

Am Abend sowie den letzten Jahrestag (Silvester) waren nur für unsere alleinige Zeit bestimmt. Wir konnte einige Sehenswürdigkeiten von Zürich kennenlernen und durch die ca. 1,4 Kilometer lange Bahnhofsstraße waren wir spazieren gegangen. Sie ist international als eine der teuersten und exklusivsten Einkaufsstraßen der Welt bekannt.  Die Bahnhofsstraße ist zu großen Teilen eine für den regulären Autoverkehr gesperrte Fußgängerzone. Auch den Paradeplatz, den die Bahnhofsstraße quert, gilt das Zentrum des Schweizer Bankenplatzes und das hatten wir mitangesehen.  Dieser Tag hatten wir keine Hektik für unsere baldige Teilnahme beim Neujahrsmarathon gespürt und das war für uns mental wirklich wichtig.

 

Aus den Medien habe ich viel die Bezeichnung "Hochpreisinsel Schweiz" gelesen und dort konnten wir richtig das wahre Gesicht von Schweiz feststellen. Fast alle waren die Preise zum größten Teil gegenüber dem Deutschland deutlich teuer. Das war uns nichts zu machen. Sogar die Kurzstrecke für eine Fahrt mit der S-Bahn (1 Stunde Gültigkeitsdauer) war schon mit 8 Euro kein billiges Schnäppchen. 

 

In Zürich war es kaum die auffallenden Verkaufsstellen für den Kauf von Feuerwerkskörpern zu finden und das hatte uns sehr gut gefallen.  Im bestimmten Umkreis von Altstadt Zürich war ein generelles Verbot für die Nutzung von Feuerwerk bekanntgegeben.

Mit Doreen und Udo hatten wir uns vor ein paar Tagen vereinbart, dass wir in der Sporthalle Unterrohr in Schlieren gegen 20 Uhr treffen sollten. Sie wollten mit dem Pkw aus Österreich mit seinen Freunden unterwegs nehmen und aus unserem Hotel nutzten wir die S-Bahnfahrt vom Züricher Hauptbahnhof nach Schlieren, wo fast nur ca. 15 Minuten mit drei Stationen dauerte. Schlieren war ein Vorort von Zürich und vom Bahnhof Schlieren brauchte man in rund zehn Minuten Fußweg, wo man bis zur Sporthalle Unterrohr zu erreichen konnte. Vorher waren wir sehr überrascht, als wir vom Hotel zu Fuß bis zum Hauptbahnhof waren. An der Bahnhofstraße waren mit wunderschönen hängenden Lichterketten zu sehen.

 

Bei unserer Ankunft in der Sporthalle hatten wir ein buntes Erscheinungsbild bekommen. Alles war farbenfroh gestaltet und es erinnerte mich etwas an meiner ersten Marathon-Teilnahme in der Halle beim 11. Hallenmarathon in Senftenberg. Für eine Marathondistanz sollte ich fast 170 Runden für die in der kleinen Niederlausitzhalle laufen. Das war mental sehr hart und eine interessante Erfahrung für mich gewesen.

Unseren gehörlosen Gästen waren noch nicht zu sehen und wir ließen uns ruhig alles ansehen. Es war gut vom Veranstalter sichtbar aufgestellt und keiner konnte mit Sicherheit lange für ein Bestimmtes suchen. Es wurde viel geschildert und ein paar wichtige Fragen habe ich schon dem Helferteam gegeben. Nun wusste ich locker in Bescheid und wir fanden einen guten Tischplatz fast neben dem roten Start- und Zielständer. Es sollten acht Leute inklusive 2 Kinder kommen und für eine gemeinschaftliche Runde sollte gut besetzt werden. Trotzdem gab es ein kleiner Haken für uns, leider konnte man als EU-Bürger in der Schweiz nicht mit dem üblichen Roaming in der EU das Internet am Handy nutzen. Das war richtig ein schweres Funkloch für uns. Ungewiss saßen wir dort, wann die Gäste hier erscheinen werden. Es könnte auch ein Notfall sein und sie können uns nicht melden.

 

Man sollte an die vergangenen 25 Jahre zurückblicken, wo es noch keine funktionstüchtige Handynutzung zur Verfügung standen. Trotzdem hatten wir alle in diesem Zeitraum gut überlebt.

Nicht lange warteten wir zum Glück auf die gehörlosen Gäste. Wir waren sehr erleichtert, dass es alles gut geklappt hatte. Ich habe die Eltern von Franka etwas empfohlen, dass sie unbedingt beim Kids Run (750 Meter Laufrunde) mitmachen sollte. Es war ein kostenloser Start und dafür gab es sogar für alle Kinder nach dem Ziel die Finishermedaillen. Franka war sofort bereit und schnell hatten wir für sie locker angemeldet. Danach holten wir (drei Damen (Doreen, Franka und meine Frau sowie ich)) holten unsere Startunterlagen ohne Schwierigkeiten ab. Jeder bekam den roten Stoffbeutel, vom großen deutschen Versicherungsunternehmen GENERALI sponsert, und darin waren eine Tafel Schweizer Schokolade, 2 kleine Trinkflaschen „Kokoswasser“ und ein paar Prospekten zu finden.

 

Den großen Dank an die lieben Damen Doreen und Conny mit der Mühe, sie hatten für uns ein leckeres, kaltes Mini-Buffett vorbereitet und es sah richtig appetitlich aus. Bis zum Startschuss haben wir noch drei Stunden genug Zeit. Da ich ein sehr leidenschaftlicher Medaillensammler bis heute war, konnte ich bis zu diesem Zeitpunkt nichts aus dem Internet über Facebook sowie andere Informationsquellen keine vorangekündigte Erinnerungsmedaille finden. Das war für mich seltsam, denn fast überall konnte ich bisher vor meinem Marathonantritt schon ansehen. Doch ich hatte an diesem Silvesterabend zufälliges Glück bekommen, als ich auf dem Weg zur Toilette die Helferin mit der neuen Erinnerungsmedaille gesehen habe. Dann war meine Vorfreude schon richtig groß da und ich war schon wie ein kleines Kind überglücklich. Es sah richtig schön mit der Medaillenform aus. Bisher waren die Medaillen immer fast gleich aussehend. Mit dem kleinen Marathonjubiläum (15 Jahre Neujahrsmarathon) habe ich wirklich ein passender Termin gefunden! Für diese verdiente Medaille muss ich erstmal wirklich diesen Neujahrsmarathon gut überstehen, denn das Zeitlimit für Marathon war bis zu 5 Stunden aufgestellt. Das bedeutete für mich also kein lockerer Lauf. Geplant habe ich schon längst an dieser Nacht, dass ich die ersten 5 Kilometer zusammen mit den Damen beim Lauf begleiten und danach im Alleingang auf schnellem Aufholtempo nachlaufen möchte, um meine normale Marathonzeit zu erreichen sollte. Aus der aktuellen Ausschreibung war die Laufstrecke mit einer Runde von 10,5 Kilometer vermessen. Es ist möglich bei diesem Wettkampf, von einer langen auf eine kürzere Strecke noch während des Laufes zu wechseln. Das war für mich nicht der geeignete Fall und außerdem war ich nach Zürich gekommen, um diesen einmaligen Neujahrslauf mitzuerleben. Wie bekannt laufe ich nur EINMAL an einem bestimmten Ort den Marathon. Für die anderen Teilnehmer*innen sicher eine gute Wahl, falls sie nicht bis zum Wunschziel erreichen konnten. So können sie sicher am Ende die Zielzeit bekommen und das fand ich auf anderer Seite wunderbar.

Um 22 Uhr mit dem Vorabendprogramm wurde zudem der Kids Run über 750 Meter ausgetragen und Franka konnte mit kleinen Schwierigkeiten gesund zum Ziel ankommen. Da sie kein Lauflicht beim kleinen Lauf mitgebracht hatte, war für Franka im Freien etwas zu dunkel. Wir hätten unsere Lauflampen ihr ausleihen können und daran hatten wir nicht gedacht... Am Ende war Franka trotzdem doch mit dem Erhalt der wunderschönen Erinnerungsmedaille komplett mit ihrer kleinen Teilnahme sehr zufrieden und diesmal konnte ich endlich diese Medaille nah anfassen. Eine tolle Geste vom Veranstalter, dass die Kids auch gleiche Medaillen wie die Erwachsene bekamen. 

Video: Ralf Buschmann

Mit dem auffälligem neongelben Laufshirt von Sascha D., wo ich gestern im Berliner Flughafen zufällig getroffen habe, konnte ich endlich Zeit für unser Gespräch beteiligen. Er war auch zum ersten Mal beim Züricher Neujahrsmarathon und war mit seinen Freunden in die Schweiz unterwegs. Einige Zeit später nach dem Kids Run habe ich den taubblinden Ralf sowie sein gehörloser Assistent Jörg oben auf der Zuschauertribüne erkannt. In der geselligen Unterhaltungsrunde waren wir bis zum Startschuss am Tisch. Ein paar Fotos vor dem baldigen Jahreswechsel wurde gemacht und ein gemeinsames Sektanstoßen durfte nicht verpassen. Schon standen viele Starter*innen wenige Minuten bis zum neuen Jahr. Diese Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus über 50 Nationen und allen Kontinenten hatten an Silvester nach Zürich angereist, um schließlich in der Mitternacht wortwörtlich ins neue Jahr zu starten. Der Start war für alle Distanzen (Viertel-, Halb- sowie Vollmarathon) freigegeben. Als der Startschuss losging, war die Startwelle nicht schnell genug. Einige Minuten bis zum Startständer vergingen mit leichtem Fußmarsch und ab dann war für unsere einmalige Teilnahme soweit. Locker kamen wir über dem blauen, weichen Teppich aus dem Vorraum, dann durch die große Eingangstür und danach waren im Freien die Feuerwerksfackeln schon längst abgebrannt, wirklich sehr schade für mich! Ich hätte mich bei meiner Videoaufnahme mit dem Feuerwerk gefreut. Es war einfach viel zu kurz mit dem Feuerwerk im Startbereich. Nichts zu klagen und einfach mit meinem ersten Marathon im neuen Jahr weiterlaufen. Eine kleine Runde an der Unterrohrstraße sollten wir am Anfang durchführen. Danach kam für uns die ganze Laufstrecke zur Verfügung, bestehend für ein Marathonlauf aus vier Runden (pro Runde 10,55 km).


Ein kleiner Ausgleich für meine Enttäuschung mit dem Startfeuerwerk bekam ich den genussvollen Blick die brennenden Feuerwerklichter aus der Ferne. Das war richtig geil, beim Laufen sie im Dunkeln anzusehen. Vor dem Lauf habe ich die Laufstrecke vielmals angeschaut und der Kurs sollte zum größten Teil alles flach sein. Die ganze Runde stand beiderseits des kleinen Fluss Limmat und bestand 90% nur aus Gehwegen, den Rest auf Asphalt. Da die Strecke nicht beleuchtet war, wurde uns das Tragen von Stirnlampen empfohlen.

 

Nach 2 km war meine Frau auf einmal nicht mehr an meiner Seite zu sehen. Ich brach mein Lauf erstmal ab und schaute aus dem hinteren Läuferfeld nach, wie sie sein konnte. Es war so schwer zu finden, denn fast alle waren mit den Lauflichten unterwegs und deshalb hatte mich geblendet, so dass ich mit Schwierigkeiten anschauen konnte. Ein kurzer Blick woanders und schon war sie schnell verschwunden, das hatte mich gewundert. Gezwungenermaßen lief ich mit kleiner Traurigkeit allein weiter und in Kürze erreichte ich den Anschluss die beiden gehörlosen Männern Ralf und Jörg. Sie waren mit den gelben Warnwesten mit dem Aufdruck „DEAF BLIND“ sehr auffallend. Etwas schaute ich von hinten auf Ralf nach, wie er trotz seiner Hör- und Sehbehinderung mit Hilfe des Bandes von Jörg seinen Lauf meisterte. Das musste wirklich für ihn eine große Belastung sein und das war für mich einfach unglaublich phänomenal.

Zum kleinen Fluss Limmat konnte man aus der großen Helligkeit durch den Lichtkegel aus unseren tragenden Stirnlampen etwas mit ansehen. Der Laufweg in der ersten Hälfte war relativ nicht breit genug. Man musste einfach auf sich aufpassen, dass man beim Überholen nicht in den steilen Flussgraben hinfällt. Noch knallen das Feuerwerk aus der Ferne und fast bei 4,5 km bekam ich mit Hilfe vom Helfer auf eine Fußgängerbrücke in die Laufrichtung vorgezeigt. Über der Brücke kam dann für uns den Verpflegungsstand an der Werdinsel. Es war sehr gut beleuchtet und die Auswahl am Verpflegungstisch war relativ viel. Vor allem die warme Iso-Getränke wurde dafür gesorgt und das nannte ich einfach 1A KLASSE !

 

Man konnte auch die laufende Zeit an der großen Uhr optisch erkennen. An dieser Stelle habe ich mich entschieden, noch etwas auf meine Frau sowie ihre begleitende Doreen zu warten. Nicht mal länger als 5 Minuten kamen sie zur Verpflegungsstelle gut gelaunt an und der wahre Grund bekam ich danach mit, warum sie am Anfang nicht mehr zu sehen waren? Doreen musste ihren Lauf kurz unterbrechen, da ihre Schnürsenkel an der Laufschuhe lose war.

 

Nach dem kurzen Plausch mit diesen beiden Damen verabschiedete ich mit dem gemeinsamen Lauf. Ab jetzt musste ich ernsthaft die Zeit für mein Marathonlauf wieder zu dem sicheren Stand nachholen. 5 Kilometer nach 35 Minuten war das für mich noch akzeptabel und bis zur ersten vollen Runde zwischen 9 bis 9,5 km war mein Plan zu erreichen.  Etwas weiter nach der Verpflegung lief ich zusammen mit den Damen und die beiden Männer weiter, wo wir bis zum kurzen Steg vom Unterwasserkanal, ein kleiner Nebenanschluss von Limmat, überquerten. Ab dann lief ich im schnellem Lauftempo und fokussierte nur noch auf die aufholbare Zeit.

Auf der 10,55 Kilometer-Runde wurde jeder Kilometer mit einem kleinen Kilometerschild angezeigt. Nun zeigte auf der anderen Streckenhälfte ein anderes Gesicht des Weges. Es war kein guter Untergrund und teilweise war feucht, matschig bzw. vor allem uneben. Man musste richtig konzentriert aufpassen, dass man sich nicht zu unangenehmen Stolperungen bekommen könnte.

 

An vielen unebenen Stellen waren mit gesprühten Farbmarkierungen angebracht.  Auch diese Strecke war mit Wegweisern, Absperrbändern und Fähnchen markiert. Bei Kilometer 8 war der Laufweg neben der Autobahn zu sehen. Etwas später war dann eine überraschende Beleuchtung zu erkennen. Es wurde an einem Weg am Kloster Fahr, wo noch weihnachtlich schön beleuchtete, geführt und das gab uns ein wenig motivierende Abwechslung. In hellem Scheinwerferlicht beim Kloster Fahr wurde alle Läufer durch den leuchtenden hohen Schwedenfackeln durch einen Fotografen vom TEAM ALPHA die Erinnerungsfotos besorgt. 

 

Bei 9,5 km erreichte ich die andere Fußgängerbrücke an der Überlandstraße und die netten Kontrollposten waren dort an der scharfen Kurve zu sehen. Auf der Südseite von der Brücke stand wieder ein anderer Fotograf und er ließ uns auch jeden hell ablichten. Den kleinen Rest bis zur Sporthalle war wieder im Dunkeln auf einem Radweg trotzdem leicht zu erkennen. An der Unterrohrstraße kamen die anderen restlichen Läufer*innen, die schon über die ersten Runden durch waren, vorbeiliefen.  Kurz schaute ich schaute meine Sportuhr nach und ich war mit meiner ersten Runde nach 1:07 Stunden in der Sporthalle damit zufrieden. Bevor ich durch den Zielständer weiterlief, war Udo sowie seine Gäste vorne leicht durch seine Handbewegungen zu erkennen. Er fragte mich, wo seine Frau nun jetzt sein könnte und meine kurze Erklärung zu ihm, dass ich nach 5 Kilometer nicht mehr mit ihr in Begleitung war. Eine kleine halbe Runde in der Halle lief ich durch die Nebentür weiter durch und da war die Verpflegungsstelle zu sehen.

In der zweiten Runde lief ich zusammen mit den anderen in der aufgelockerten Runde, denn viele 10,55-km-Läufer*innen waren schon in der Sporthalle zum Ziel gekommen. Deshalb war es kein auffallender Vergleich mit der ersten Runde. Man hatte dafür genug Luft auf der Laufstrecke, weniger Konzentration und dafür mehr Genuss. Vereinzeln kam an einigen Stellen die spätere Feuerwerkquellen zu sehen. Das tat mir immer wirklich gut. In der zweiten Runde lief ich mit ein wenig zurückgeschaltetem Lauftempo und dabei blieb beim Durchschnittstempo 5:30 pro km. Alles lief noch gut in meinem Fokus und nach 24 km klopfte bei mir überraschend auf der Schulter. Ich wunderte mich sehr und ich sah dann Sascha D. weiterlaufen. Zu ihm wünschte ich alles Gute für seinen restlichen Lauf sowie seine gute Heimreise nach Berlin. Vor dem Start schätzte er mir mit seiner Zielzeit von 3:10 Stunden ein und mal schauen, ob er auf seiner Zeit richtig geblieben war?! Erstaunt war ich auch mit seinem lockeren Laufstil und dass er im Durchschnitt überall bei dem Marathonlauf bei 3 Std lief. Im letzten Jahr hatte er die große, wunderschöne Medaille von "Abbott World Marathon Majors" verdient erhalten. Die Abott World Marathon Majors sind eine Serie, die aus sechs der größten und renommiertesten Marathons der Welt besteht. Die Rennen finden in Tokio, Boston, London, Berlin, Chicago und New York City statt. Unglaublich, dass er alles mit Bravour schaffte... Mein allergroßer Respekt!

 

Mit dem Durchlauf in der zweiten Rundenhälfte erreichte ich bei 1:03 Std und somit um 3 Minuten schneller als die erste Runde.

Nun habe ich mit meinem Halbmarathonlauf in diesem Fall erreicht bei 2:10 Stunden. Sicher war mir schon etwas, dass ich unter 5 Stunden bis zum Ziel erreichen konnte, nur wenn es alles bisher so gut läuft?!

 

Bevor ich mit der restlichen Hälfte weiterlaufen wollte, gab ich meine Glückwünsche für diese Damen mit dem erfolgreichen Finish. Nun nahm ich schon den Abschied für diese unterhaltsame Nacht bei meiner Frau sowie unsere Gäste. Ich habe sie schon längst informiert, dass sie nicht zu lange bis zu meinem Ziellauf warten sollten. Das war für mich selbstverständlich und sowieso hatten sie auch vor, sie wollten bald wieder zurückzufahren. Nach meinem kleinen Verpflegungspause traf ich zufällig den sehr bekannten Berliner Kostümläufer Henry Gr., der an dieser Nacht nur Halbmarathon lief. Er war schon in Zürich beim Neujahrsmarathon zum vierten Mal da, davon zwei Marathonläufe sowie zwei Halbmarathons. Auf ein zufälliges Wiedersehen habe ich mich wieder gefreut und zu Recht gab ich ihm, dass es ein harter Nachtlauf auf dieser Strecke war. Er hatte mir beim 3. Karneval-Marathon schon vorangekündigt, dass mit dem Lauf in Zürich nicht einfach sein könnte. Unser Körper könnte im Schlafrhythmus sein und dazu ein langer Lauf in der Nacht, wo fast nur im Dunkeln war, das ging auf unseren Köpfen sowie auf unseren Körper belastend. Er flog am frühen Morgen mit der ersten Flugmaschine wieder nach Berlin. Cool!

Die beiden letzten Runden lief ich einen Gang zurück weiter und nahm alles so locker. Ich schätzte schon im Voraus auf mein Ankommen mit der Zielzeit zwischen 4:35 bis 4:45 Stunden. Ab der dritten Runde war dann noch einsamer, denn es liefen nur noch Marathonis und die gesamte Teilnehmerzahl für Marathon an dieser Nacht war 199. (54 weibliche und 154 männliche)

 

Ehrlich gesagt, ich war wirklich sehr froh mit dem Wetterstand in Zürich. Es war nicht so kalt, wie ich mir vorgestellt habe und dass es neben dem Fluss zu laufen, könnte feuchtkalt werden. Das war nicht der Fall, denn es war fast auch kein Wind vorhanden. Sozusagen eine gute Wetterbedingung für uns! 

 

Beim Durchlauf nach der dritten Runde traf ich kurz vor seiner Heimreise den Sascha am Verpflegungsstand neben der Sporthalle wieder. Er war fertig mit seinem Marathon und konnte als 10. bester Marathonläufer in der offiziellen Jahresweltbestzeit damit stolz sein.

 

Normalerweise könnte ich gern übers Handy auch mit ein paar gehörlose Bekannten oder mit meiner Frau ein paar Botschaften mitteilen. Das konnte ich erstmal in meinem Marathonleben, seit ich ein Handy mit Internetfunktion habe, leider nicht benutzen. Wieder eine interessante Erfahrung habe ich gesammelt. Ich staunte immer wieder, wie viele interessante neue Erfahrungen ich bisher auf meinen vielen Marathonreisen bekommen hatte? Während des Laufes ließ ich viele eigene Unterhaltungen in meinem Kopf erstellen, damit ich nicht in der einschläfernden Laufstimmung ankommen sollte. 

 

Mit voller Zufriedenheit kam ich frohgelaunt zum Ziel an und in der Halle wurde wenige Leute bis auf das Helferteam gesehen. Der Moderator beglückwünschte zu meinem Finish und ich gab ihm aus meiner Überzeugung das Lob für die gesamte gute Organisation. Alles hatte es für mich gut gepasst und ich konnte nichts klagen bis auf die teure Schweizer Preise ;o)! Nicht automatisch bekamen alle die Erinnerungsmedaillen, sondern wer diese Medaillen gegen Zuzahlung von 15 CHF (ca. 13 EUR) bei der Anmeldung bestellt hatte, dem wurde dort überreicht. Man konnte an den Startnummern mit dem aufgedruckten Logo vom Neujahrsmarathon für die bezahlte Medaillen leicht erkennen.

 

Ein außergewöhnlicher Lauf, wo zum Neujahrsbeginn ein Marathon zu laufen, war das für mich sehr interessant und es bleibt in guter Erinnerung. Die Abtrenngitter im Freien wurde bei meinem letzten Durchlauf von den Helfern alles aufgeräumt. Etwas legte ich nach dem Ziel am VP-Stand längere Pause ein und ich nahm einige Verstärkung ein. Immer wieder schaute ich auf die hübsche Medaille an und ich war richtig stolz darauf. Ein 5-Std-Marathonlauf gab mir oftmals im Kopf mit dem innerlichen Zeitdruck, das bedeutete weniger Fotografien unterwegs, weniger Gehpausen usw. 

 

Nach einer Stunde war der Schweizer Alltag wieder da, wo ich am Bahnhof Schlieren stand und traf zufällig dem Berliner Lothar B. vom SCC Berlin, der auch viel auf Marathonreisen unterwegs war. Sein geplanter Marathonlauf konnte er nicht aufgrund seines Fußschmerzen bis zur Halbmarathonmarke erreichen, das war nicht seine erste Teilnahme hier. Er war schon öfters hier und bis zum Hauptbahnhof hatten wir eine gemütliche Unterhaltung im Zug. Danach ein 20-minütiger Fußmarsch bis zum Hotel, wo ich um halb sieben dort ankam. An der Bahnhofsstraße war alles auffallend so ruhig und dunkel nach der Silvesterfeier.

 

Meine liebe Frau konnte im Hotel trotz früherer Ankunft nicht gut schlafen, da sie um mich sorgte. Wie liebevoll war sie zu mir...

Um 11 Uhr sollten wir mit dem Auschecken beteiligen und den halben Tag nutzten wir wieder unsere restliche Stadtbesichtigung.

Unser Rückflug in der späten Nachmittagszeit verlief ganz schnell nach 1 1/2 Stunden. Im Flughafen Zürich habe ich zufällig dem weltbekannten Fußballtrainer aus den Niederlanden Louis van Gaal getroffen und er war so sympathisch, dass wir mit den Händen begrüßt hatten. Das hätte ich von ihm nicht persönlich erwartet... Ein schöner Zufall!

 

Es war für uns eine schöne Silvesterreise in der Schweiz. Eine völlig andere Silvesterfeier, wo wir in der Sporthalle feierten und fast kein Alkohol eingenommen hatten. Die Feier waren alle in den Sportkleidungen und trotzdem waren wir genug in der ordentlichen, sportlichen Feierstimmung. Für diese Reise hatte sich also für uns gut gelohnt! Ich war diesmal erstaunt auf die vielen Wiederholungstäter, die hier ebenfalls waren. Die Helfer hatten sich für unser unvergessliches Lauferlebnis alles bemüht und deshalb ein HERZLICHES DANKESCHÖN an alle!!! 

 

Für kurze Zeit war ich auf dem 131. Platz in der offiziellen Jahresweltbestzeit, das war schon mal was Interessantes!

Die gesamte Teilnehmerzahl bei diesem 15. Neujahrsmarathon waren zum Ziel gekommen: 988, davon 591 Männer und 397 Frauen.

Highlights aus unserer Stadtbesichtigung in Zürich


Strecke (Route)

Bildquelle: www.neujahrsmarathon.ch


Kommentare: 5
  • #5

    Rob Deafrunner (Montag, 21 Januar 2019 20:17)

    Hallo Ihr Lieben, vielen lieben Dank für Eure nette Worte. Freut mich, dass Ihr weiterhin an meinem Laufblog gut gefällt... ;o)

    Diesmal war es nicht einfach und trotzdem ein gelungener Neujahrsmarathon, wo ich ihn für lange Zeit nicht vergessen werde.

    LG Robert

  • #4

    Mario (Montag, 21 Januar 2019 20:11)

    Ein sehr interessanter Beitrag von dir. Kann mir gut vorstellen, dass es Nachts nicht so einfach ist. Liebe Grüße von Sigi und Mario

  • #3

    Georgios Gerasimou (Montag, 14 Januar 2019 08:57)

    Ein tolles Bericht und super Bilder und Videos.

    Ein gute Start 2019

  • #2

    Thomas Suslik (Sonntag, 13 Januar 2019 20:06)

    Schön geschrieben! Dieser Lauf ist ganz außergewöhnlich. Ich kann mir gut vorstellen, dass der Lauf in der Nacht nicht einfach ist! Ich finde toll, dass die Kinder eine schöne Medaille gleich wie Erwachsene bekommen haben.

  • #1

    Jörg Rosenbaum (Sonntag, 13 Januar 2019 19:50)

    Es war schöne Neujahrsmarathon. Robert hat wieder viele schöne Bilder/Video gemacht und auch schönen Bericht. Ich sah zum ersten Mal, wie ich sehbehinderte Ralf von hinten begleite �