35. Wien Marathon


Marathon Nr. 43



22.04.2018

Startzeit: 09:31 Uhr

Startnummer: 579

Startgebühr: 65 EUR

Marathonauflage: 35

Start: Wien, Wagramer Str.

Ziel: Wien, Burgtheater

 

Laufzeit: 04:45:42 h

HM-Zeit: 02:08:04 h

Pace: 06:42 km/min

Herzfrequenz: 159

Rundenanzahl: 1

Kalorienverbrauch: 4680

Finisher: 4253 (Männer)

Rang: 3414 (Männer)

Platz unter Deutschen:

Finisher aus Deutschland:

Zeitverschiebung: -

Reisekilometer: 1314

Temperatur (min): 18 C

Temperatur (max): 25 C

Wind: schwach

Niederschlag: -

Wetterstand: sonnig

Höhenmeter: 90



Spielverderber bei diesem Jubiläumslauf war die Sonne

Schöner Sightseeing-Lauf mit vielen Emotionen

Nicht nur meine Frau Sabine sowie meine Nichte Lisa, sondern unsere Freunde Heike und Robert (v.r.) waren auch in Wien dabei...
Nicht nur meine Frau Sabine sowie meine Nichte Lisa, sondern unsere Freunde Heike und Robert (v.r.) waren auch in Wien dabei...

Mein Ziel von Anfang an war schon immer, dass ich mit meinen Marathonreisen auf allen europäischen Hauptstädten beteiligen möchte. Noch nie im Leben waren meine Frau sowie ich in Wien gewesen.

 

Schon zwei Tage nach der erfolgreichen 34. Wien Marathon 2017 haben wir für unsere Teilnahme schon ein Jahr im Voraus angemeldet. Es gab dort den aufgelisteten Staffelpreis für diese Anmeldung. Wir hatten den günstigen genommen und natürlich war das für uns ein kleines Risiko, es könnte viel passieren mit dem langen Zeitvorsprung. Einfach positiv denken!

Unsere gehörlose Nichte Lisa hatte auch sich später entschieden und möchte gemeinsam mit meiner Frau den 10-km-Lauf mitmachen. Ihre erfolgreiche kleine 5-km-Teilnahme beim Lübbenauer Nachtlauf (kleiner Laufevent vom 15. Spreewald Marathon 2017) war für Lisa doch schön und darum wollte sie etwas mehr beim Wiener 10-km-Lauf anbieten. Das hatte uns richtig überrascht!

 

Mein Lauffreund Robert hatte von mir diese Wien-Teilnahme mitbekommen und er hatte sich einige Zeit später auch für seinen Marathonlauf entschieden. Nun war ich diesmal nicht allein und natürlich habe ich mich auf seinem Interesse sehr gefreut.

Rechtzeitig hatte ich auch für die Übernachtung gebucht und es könnte schon schwierig sein, wenn man für diese Laufreise die Unterkunft später bucht? Wien ist ja weltbekannt eine beliebte wunderschöne Stadt und es könnte viele Touristen, darunter vielleicht auch Marathonteilnehmer, in diesem Zeitraum erscheinen. Für einen Hauptstadtbesuch mit einem Zusatzprogramm „Marathonlauf“ war bisher für mich sinnvoll.

 

Die alltägliche Zeit verging unheimlich sehr schnell und mit dieser langen Zeitspanne hatte ich immer wieder darüber gefreut, schon bald in Wien stadtnah zu erleben und ich war scharf auf diese wunderschöne Erinnerungsmedaille. Aus der Google-Suchmaschine habe ich die bisherigen Finishermedaillen von Wien-Marathon mit großer Begeisterung angeschaut und sie waren unglaublich hübsch.

 

Wir planten für unsere Wien-Reise mit dem fünftägigen Aufenthalt, denn wir wollten nicht zweimal nach Wien reisen und deshalb unsere etwas längere Besuchszeit. Für einen kurzen Trip ist es viel zu schade, wenn man nur die Hälfte in Wien mit den Sehenswürdigkeiten besichtigt hat.

Vor unserem Abflug nach Wien

Um die Mitternacht waren wir am Flughafen Berlin-Schönefeld da, denn unter der Arbeitswoche fährt leider keine S-Bahn am frühen Morgen. Erst ab 4:00 Uhr war es dann verfügbar und das war für uns viel zu spät, denn unsere Abflugzeit war um 6:30 Uhr. Üblicherweise sollte man zwei Stunden früher für die Abfertigung anwesend sein. Die mehrere Stunden schliefen wir auf der Wartebank teils schlecht und das war ein wenig Qual für uns. Zum Glück haben wir doch überlebt.

 

Der Flug nach Wien war sehr angenehm und überraschend um eine halbe Stunde früher als geplant angekommen. Das war umso besser für uns und gleich fuhren wir locker mit der Regionalbahn zum Hotel. Es war unweit vom bekannten Praterpark und mein allererster wunderschöner Blick war diesmal das Wiener Riesenrad, wo wir auf dem kurzen Fußweg zum Hotel waren. So lange stand dieses Riesenrad und sah ein wenig nostalgisch aus. Für unser Einchecken ins Hotel war leider zu früh und dafür gab es zum Glück ein Abstellraum für unser Gepäck. So konnten wir entspannt mit unserem ersten Tagesausflug unternehmen. Mein anderer Marathonteilnehmer Robert mit seiner Frau Heike kommt erst am nächsten Tag nach. Dann sollten wir gemeinsam die Abholung unserer Startunterlagen ausführen, so war unsere geplante Absprache.

Bei unserer Stadtbesichtigung zufällig gesehen... (drei Tage vorm Marathonstart)

Schon vor einiger Zeit hatte meine Frau mit ihrer gehörlosen Frau namens Janine kontaktiert, dass wir an diesem Zeitraum in Wien erscheinen wollen. Janine war seit einem Jahr von Deutschland nach Wien aus privatlichen Gründen umgezogen und sie war sogar bereit, für uns diese Hauptstadt Wien zu führen. Später waren wir ihr sehr dankbar, denn der erste Aufenthaltstag war wunderschön und durch sie konnte man viel besichtigen.

Für ihre interessante Reiseführung nach einem Stadtjahr war sie schon viel informativ für uns! Wir waren sehr begeistert von dieser wunderschönen Hauptstadt Österreichs.

 

Am späten Abend waren wir am Praterpark und dort war wirklich viel los. Zahlreiche Karussellen, Schaukeln und vieles mehr waren die Highlights an diesem Abend anzubieten. Unglaublich, aber wahr und das bei tagtäglichen Attraktionen…! Nicht zu vergleichen mit Berlin.

Beim lockeren Morgenlauf... (zwei Tage vorm Marathonstart)

Am nächsten Tag für einen kleinen Morgenlauf vorm Frühstück darf für mich nicht fehlen, sozusagen eine „Kennenlernen“-Laufrunde und das hatte für mich wirklich gelohnt. Nach dem kleinen Joggen konnte ich zu mir sagen, dass mein Marathonlauf schon kommen konnte. Ein kleiner Teil aus der Marathonstrecke hatte ich schon etwas kennengelernt und war schon ein wenig begeistert.

Startunterlagen abholen in der Marathonmesse (zwei Tage vorm Marathonstart)

Nach der Flugankunft von Robert und Heike (sie kamen direkt am Morgen von Berlin hier an) waren wir gegen 11 Uhr gemeinsam zur Marathonmesse in der Messehalle D.

Die Abholabwicklung war relativ schnell und unsere Vorfreude war dann bei uns endlich angekommen. Nun hatten wir die große Lust, gern gleich diesen baldigen Jubiläumslauf mitzumachen. Wir mussten aber etwas unsere Geduld haben… In der Marathonmesse war vielfältig zu sehen.

 

Wieder war Janine für uns mit dem zweiten Tagesausflug bereits da und führte uns das restliche, tolle Besichtigungsprogramm an. Das war wieder erlebnisreich und Wien war für mich eine tolle Metropolstadt mit hoher Lebensqualität zu bewerten. Ich war so fasziniert und konnte gut vorstellen, hier für immer zu leben.

 

Am dritten Tag waren wir nun diesmal allein mit Robert und Heike unterwegs und einen kleinen Teil von Wien konnten wir doch selbständig auskundschaften. Zum größten Teil war das Schloss Schönbrunn sowie Umgebung.

Meine Frau beim 10-km-Lauf

Am Vorabend war dann für meine Frau mit dem 10-km-Lauf soweit. Ihr Start befand sich an der Hauptallee, nahe am Wiener Riesenrad und es waren sehr viele Teilnehmer*innen vor Ort. Für den kleinen Lauf war einfach zu warm. Zum Glück war meine Frau nicht zu lange beim Laufen unterwegs. Es war richtig eine schöne Freude für mich, meine Frau beim Startlauf zu sehen. Nach dem Startschuss nutzen meine Nichte und ich den öffentlichen Verkehrsmitteln bis zum Zielbereich. Dort konnte man vor dem Burgtheater mit Blick zum Rathaus zu sehen. Wir hatten genug Zeit für den Ziellauf meiner Frau. Wir hatten unser Glück bekommen, dass wir nahe am Ziel direkt an den Schutzzäunen anstehen konnten. Die Zeit rannte vorbei und auf ihr Ankommen warteten wir mit viel Geduld. Mit taperndem Biss konnte meine Frau bis zum Ziel erreichen. Es war für sie ein etwas schwerer Lauf gewesen, denn es gab unerwartet nur ein Verpflegungspunkt zur Verfügung und das bei dem sehr warmen Wetter fand meine Frau mit der Trinkversorgung nicht akzeptabel. Am Ende war sie doch sehr glücklich darüber und bekam eine wunderschöne Medaille in Sternenform. Sie liebte schon lange die Sterne und ich war unheimlich stolz auf sie. Für ihre Teilnahme hatte sie nicht bereut. Meine Überzeugung hatte sich für meine Frau doch gelohnt, sie sollte auch in Wien den kleinen Lauf mitmachen.

 

Ein Besuch beim Wiener Riesenrad am Abend war für uns die letzte Pflicht des Tagesprogramms. Oben am Riesenrad konnten wir den herrlichen Abendblick von Wiener Stadt genussvoll mit ansehen. Danach wollte mein Lauffreund Robert nicht so spät ins Bett gehen und das war für mich auch der gleiche Gedanke. Einen Marathonlauf braucht ja jeder ein guter langer Schlaf.

 

Kurz vorm Einschlafen hatte unsere Nichte Lisa sich entschieden, dass sie auch sehr gern mit mir vorm Start hinfahren bzw. dort anschauen möchte. Das war für mich ungewöhnlich, denn sie war typische Langschläferin.

Vorm baldigen Marathonstart

Zum Glück konnte unser Hotel uns für alle Läufern um eine Stunde früher mit dem Frühstück anbieten, eine tolle Geste! Bevor wir mit der U-Bahn zum Startbereich fahren wollten, kam Robert auch zu unserem Hotel an. Seine Unterkunft war unweit von hier in der Jugendherberge.

 

Im Normalfall lasse ich mich mit meinem Laufkostüm dort im Startbereich umziehen, aber diesmal hatte ich mich anders entschieden. Gleich vom Hotel war ich bekleidet mit dem Ganzkörperanzug und Hut zum ersten Mal unterwegs in der Öffentlichkeit. Für mich war ein Neugebiet. Ein anderes, schönes Gefühl für mich und es gab viele neugierende Blicke in der U-Bahn, das störte mich überhaupt nicht.

 

Lockere gute zwei Stunden waren wir vor Ort, in der UNO-City (VIC = „Vienna International City“) und es wimmelten einige Teilnehmer*innen hin und her. Ganz entspannt ließen wir uns dort in aller Ruhe ansehen. Es waren auch sehr viele mobile Dixie-Klos aufgestellt und ich hatte Glück, nicht bereits in den gebildeten Menschenschlangen zu stehen. Der Großteil der Teilnehmer (rund 16.000) läuft Halbmarathon sowie viele die Staffel. Für alle als echter Marathoni als Träger einer drei- und vierstelligen Startnummer ist man eindeutig in der Minderheit.

Eine Stunde vorm Marathonstart

Video: Robert Gruchmann


Einige bekannte Gesichter sowie die Neuen, vor allem die gehörlosen Starter*innen aus London und aus Wien waren ebenfalls überraschend dabei. Erkannt hatten sie locker mit unseren beweglichen Händen und von Robert mit seinem Aufdruck am Rückenshirt war leicht zu lesen. „Bohnsdorfer Deaf Runner“ war sein Aufdruck und für ihn war ein großer Stolz, als einziger Gehörloser aus Berlin-Bohnsdorf überall bei den Marathonläufen am Start zu sein.

 

Beim Start um neun Uhr war bereits knapp 20 Grad, dazu wolkenloser Himmel und kein Wind. 45 Minuten nach dem Startschuss überquerten wir endlich an der Startmatte und im Hintergrund lief der weltbekannte Klang des Donauwalzers von Johann Strauß. Wie immer überall startete zuerst die Elite-Gruppe.

Nach dem erfolgreichen Startschuss

An der 864 Meter langen Reichsbrücke weiter über die schöne blaue Donau. Vor knappen 3 km stand meine Frau überraschend an der Brücke vom Praterstern und das war für mich ein schöner Besuch mit einem Begrüßungskuss. Mit Robert zusammen lief ich weiter am Riesenrad vorbei durch das große, grüne Parkareal des Praters. Alles war noch voll und nach 6 km erreichten wir mit dem Lauf neben der Donau. Bei 10 km erreichten wir nahe am Schwarzenbergplatz.

Weiter ging erstmal auf der Wiener Ringstraße, vorbei an der berühmten Wiener Oper und am Naschmarkt durch das Wiental bei ca. 12 km. Alles war bei uns super und ich war noch relativ in guter Laufverfassung. Das Wetter wurde erst um die Mittagszeit richtig sehr warm und man merkte schon bei einigen, dass es zu viel auf einmal für sie war. Nach 15 km konnten wir aus kleiner Ferne das Schloss Schönbrunn im Barockstil, der ehemaligen kaiserlichen Sommerresidenz, erkennen und das war einer der bedeutendsten Touristenattraktionen Wiens.

Der Veranstalter hatte uns die zusätzliche Trinkversorgung über das Leitungswasser aus den Trinkbrunnen aufgestellt. In vielen Bereichen am Wiener Stadtzentrum waren kostenfreie Trinkbrunnen zur Verfügung und das war wirklich prima. Laut Studien soll in Wien sauberes Wasser geben.

 

Mit Robert an der Seite blieb ich locker weiter zusammen und es war immer noch angenehm. In kleinen Abständen hatte ich mich bewusst ab und zu mal getrunken, um den späteren Durstalarm zu vermeiden. So spricht aus eigener Erfahrung. Ab und zu mal mit unserem kleinen „Small Talk“ war für uns die perfekte Gelegenheit für diesen langen Lauf, etwas kleine Abwechslung braucht jeder Marathoni.

Wir liefen weiter durch Wiens Parade-Einkaufsstraße sowie durch die Mariahilfer Straße an der Fußgängerzone. Es waren wirklich viele super begeisterte Zuschauer*innen da und wir hatten gemeinsam reine Stimmung. Es wurde immer sehr warm und ich spürte schon ab die Halbmarathonmarke meine Ausdauerschwäche. Es gab eine Wegetrennung für Halb- sowie Vollmarathonis ab 20 km zu erkennen und es war vom Veranstalter klar und gut aufgestellt worden. Wir hatten keine Probleme mit der Orientierung bisher und waren etwas erleichtert, als wir über die Halbmarathonlinie mit unserer Zwischenzeit von 2:08 Stunden überquerten. Kurz vorm Schottentor erreichten wir bei 22 km und bei knappen 25 km nahe am Schwedenplatz waren wir nun durch. Ab da habe ich mich entschieden, dass ich nun einen Gang zurückschalten möchte. Robert war schon etwas vorne und als er zu mir kurz anblickte, gab ich mein Zeichen, dass er alleine weiterlaufen kann. Nach 10 Minuten war er nicht mehr zu sehen.

Wieder lief ich durch den Hauptallee, wo ich am Anfang dieses Marathonlaufes schon mal durchgelaufen war. Diesmal war es für jeden sicher eine rettende Schattenseite durch viele stehende Bäume. Ab 30 km war nach der Wendeschleife das große Ernst-Happel-Stadion erreicht. Dieses Stadion wurde nach Praterfußballstadion seit 1992 nach dem bekannten Trainer in Ernst-Happel-Stadion umbenannt.

 

Nun begann der Kampf für mich mit der großen Wetterwärme. Es fiel mir unheimlich schwer, mit dem normalen Lauftempo durchzusetzen. Mit dem kompletten Laufkostüm war auch für mich nicht einfach, denn alles war bedeckt und es gab leider keine freie Lüftungsmöglichkeit. Also, nicht jammern und weiter durchbeißen! Ans Aufgeben hatte ich nie gedacht und blieb bei meinem wichtigen Fokus „Erinnerungsmedaille“. Deshalb durfte ich für eine wunderbare Medaille nicht leicht aufgeben!

Aus der Gegenrichtung an der Hauptallee traf ich zufällig wieder Robert und er teilte mir kurz zu, dass es für ihn mit seinem Bauch nicht wohlfühlte. Er meinte danach auch, dass ich wahrscheinlich später ihn überholen könnte. Für mich war das vollkommen egal, denn unser gesundes Ankommen war für mich die hohe Priorität.

 

Ab Praterstern bis zum Lusthaus war die Hauptallee, wo auch zum großen Teil im Schatten lag, ca. 8 km lang und das war für jeden schon bemerkbar hart. Rund um das Lusthaus war wieder die Laufzeitmessung zu sehen, obwohl bei 30 km vom Ernst-Happel-Stadion auch die Zeitkontrolle stand. Das war für den Veranstalter die sichere Kontrolle, es könnte jeder an der Hauptallee seine eigene Abkürzung nehmen.

7 km vorm Ziel bekam ich ein wenig Schwindelgefühl im Kopf und ich musste erstmal kurz nachdenken, woher es kam? Meine Kondition war noch vorhanden und es konnte nur noch am sehr warmen Wetter liegen. Die Nachmittagssonne war das am schlimmsten überhaupt. Im Wechseltakt zwischen leichtes Gehen und Laufen schaffte ich doch bis zum Ziel. Letzter Ausblick nach 500 m war das Parlament noch zu sehen und kurz vorm Burgtheater mit Blick zum Rathaus war für mich ein sehr schöner Ziellauf auf dem blauen Teppich.

Auf der Tribüne kurz vorm Ziel waren meine Frau sowie meine Nichte zu sehen. Am Ende war ich sehr erleichtert und vor allem froh darüber, dass ich ohne gesundheitliche Probleme gut angekommen war. Ich konnte einige Läufer unterwegs mit Kreislaufkollapse sehen und fand etwas traurig. Vielleicht waren sie für diesen Jubiläumslauf unvorbereitet oder völlig unterschätzt? Es war nicht ungefährlich, bei sehr warmen Wetter ein langer Lauf teilzunehmen. Da konnte man mit Sicherheit keine Bestzeit erkämpfen. Später hatte ich aus den Medien mitbekommen, dass 59 Teilnehmer*innen ins Krankenhaus und 543 Einsätze gab es für den Rote Kreuz.

 

Eine traumhafte Finishermedaille bekam jeder und für mich war ein wirklich voll emotionaler Lauf. Ich bekam viel Gänsehaut unterwegs. Eine wunderbare Mischung aus vielen lautstarken Zuschauermengen, tolle Stadtblicke, zahlreiche Musikbände, fröhliche Teilnehmer*innen und vieles mehr konnte ich beim 35. Wien Marathon wunderbar mit guter Erinnerung teilnehmen. Später sah ich Robert am Burgtheater wieder und für ihn war auch ein harter Lauf, er musste mit kleinem Unwohlsein im Bauch hart durchsetzen. Trotzdem hatten wir mit unserer Teilnahme nicht falsch entschieden und waren bis zum Nachhauseweg immer noch fasziniert. Abends mussten sie wieder nach Hause fliegen. Wir blieben noch ein Tag in Wien und ich war immer noch in dieser unglaublich hübschen Hauptstadt Österreichs verliebt. Wien ist nach meiner Meinung ein attraktives Reiseziel, obwohl mit ca. 1,8 Millionen Einwohner zu rechnen war. Man kann dort überhaupt nicht verkehrt reisen. Für jeden sind die viele Wünsche in dieser Stadt da.

Ich freue mich schon sehr auf die nächste europäische Hauptstadtreise und das soll Stockholm sein, auch diesmal wieder ein Jubiläumslauf…


Strecke (Route)


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