1. OLYMPIA Marathon (Gedenkmarathon)


Marathon Nr. 7



06.08.2016

Startzeit: 09:01 Uhr

Startnummer: 27

Startgebühr: 20 EUR

Marathonauflage: 1

Start: Olympischer Platz 

Ziel: Olympischer Platz 

 

Laufzeit: 04:05:43 h

HM-Zeit: 01:57:36 h

Pace: 05:54 km/min

Herzfrequenz: -

Rundenanzahl: 1

Kalorienverbrauch: 4406

Finisher: 28 (für Marathon)

Rang: 13 (für Marathon)

Platz unter Deutschen: -

Finisher aus Deutschland: -

Zeitverschiebung: -

Reisekilometer: 62

Temperatur (min): 14 C

Temperatur (max): 18 C

Wind: -

Niederschlag: -

Wetterstand: leicht bewölkt

Höhenmeter: 304



Wiederbelebung nach 80 Jahren

Lauf auf der fast originellen, olympischen Marathonstrecke

Gedenkmarathon an dem Olympiasieger von Berlin 1936 - Son Kee-Chung
Gedenkmarathon an dem Olympiasieger von Berlin 1936 - Son Kee-Chung

Seit langer Zeit wurde im Facebook viel von Stephan über den Olympia-Marathon (Gedenkmarathon) am 06. August 2016 informiert. Ich wollte mal genau wissen, was es damit gemeint und warum das ausgerechnet war? Die einfache Gründe für seinen Gedenkmarathon habe ich später gefunden und auch erst verstanden. 

 

1. 80 Jahre zurück war die stattgefundene Olympiade in Berlin (1936-2016).

2. Das Besondere war durch den Koreanischen Läufer Son Kee-chung, der gezwungen unter falscher Nationalflagge für Japan auflaufen musste und dabei den Olympiasieg im Marathon (olympischer Rekord zusätzlich auch) erreicht hatte. Korea war in dieser Zeit von Japan besetzt worden.

 

Bei der Siegerehrung gab er kein glückliches Bild ab, viele Sportjournalisten aus aller Welt bezeichneten diesen Anblick als das traurigste Siegerfoto der Olympiageschichte. Nach seinem Olympiasieg stand Son Kee-chung unter ständiger Bewachung und durfte während der japanischen Herrschaft nicht mehr Marathon laufen. Da wurde Sport schon mit Politik zusammengemischt und das war nicht in Ordnung!

Der von Stephan organisierte Gedenkmarathon und die angegebene Marathonstrecke, die ich dort laufen werde, soll fast identisch wie die Originalstrecke vom 1936 sein und das alles reizt mich schon sehr! Im Laufe der Vorbereitungszeit habe ich auch die einmalige Finishermedaille mitbekommen. Da war meine Vorfreude schon sehr groß...

 

Die originelle Marathonstrecke verlief vom Olympiastadion in Spandau entlang der Kronprinzessinnenallee bis fast nach Wannsee, und dann entlang der AVUS bis zur Tribüne und die gleiche Strecke dann wieder zurück. Son Kee-chung lief sein Marathon in 2:29:19 Stunden - alle Achtung damals für seine Leistung. 

 

Eine Stunde vorm Startbeginn um 9 Uhr war ich schon da am Olympischen Platz. Die anderen Teilnehmer waren noch früher da. Stephan sowie sein Helferteam waren in voller Vorbereitung. Alles verlief ganz locker und jeder hatte seine freundliche Stimmung. Einige bekannte Gesichter konnte ich wiedersehen, darunter ein paar Läufer*innen aus der Laufgruppe "Vegan Runners". 

 

Kurz vorm Start gab ein von Stephan ein lockeres Briefing an alle Teilnehmer*innen sowie Danksagung für die Unterstützung vom Koreanischen Verein Berlin e.V. Es gab großen Applaus, ohne sie wären wir nicht dort gewesen.

Vom Start bis zum Ziel war alles in bester Stimmung, gutes Verpflegungsangebot, interessante Strecke neben dem Havel und man konnte einiges mit Erstaunen viel mitansehen, z.B. Grunewaldturm, AVUS-Rennstrecke (mit Tribüne) usw. Für mich war ein schöner Marathonlauf, teils war es auf dem Rückweg zwischen 30 km bis zum 35 km schwer, da man nur noch steil hinaufsteigen musste. Beim Zieleinlauf vorm Berliner Olympiastadion war der Empfang von den richtig bekleideten koreanischen Damen herzlich empfangen worden, eine Seltenheit bei diesem Anlass.

Der Höhepunkt für mich war klar die wunderschöne Finishermedaille, an der Vorderseite wie im Original die olympische Goldmedaille von 1936 im Reliefdruck. Ich fühlte mich ein wenig olympisch stolz und wird in meiner Medaillensammlung gut aufbewahrt. 

Ich konnte auch diese fast originelle Marathonstrecke endlich kennenlernen. 

Mit dem Wetter hatten wir auch ein tolles Geschenk, obwohl es im sommerlichen August war.

 

Ich muss einfach sagen, dass diese ehrenvolle Gedenk-Laufveranstaltung wirklich mit viel Liebe und Herz für uns eingesteckt wurde und der große Verdienst ging natürlich an Stephan sowie seine Unterstützung. Hut ab! Die tollen Fotos von Stefan D. waren ebenfalls klasse...


Strecke (Route)


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