16. Frostwiesenlauf


Zeitloser Erlebnislauf nach feiner Spreewälder Art

Vorm Startbeginn gab kleine Panne und der Startständer ging wieder runter...
Vorm Startbeginn gab kleine Panne und der Startständer ging wieder runter...

Mein gehörloser Lauffreund Robert (er hat auch gleicher Vorname wie ich) fragte mich Mitte Januar, ob ich auch die Interesse habe, beim 16. Frostwiesenlauf teilnehmen möchte?

Der Monat Januar war kein guter, gesunder Monat für mich! Kurz vorm Weihnachtsfest hatte ich schlimme Bronchitis bekommen, musste nach Weihnachten leider gezwungen die Antibiotika einnehmen. Das hatte für meine Bronchitis-Entzündung gut geholfen.

Für den schon angemeldeten Berliner Silvesterlauf sagte ich ab, weil ich noch nicht gesund war. Eine Woche später hatte ich das Gefühl, es ging mir etwas besser und stieg dann locker ins Lauftraining ein. Was aber am Ende dabei rauskam, war ein Fehler von mir. Ich hätte mit der Heilung meiner Bronchitis etwas gedulden müssen. Deswegen war ich wieder rückfällig mit meiner verschleppten Erkältung. Diese Schuld geht auf meine Kappe! Beim 21. Winterstaffel in Pulheim bei Köln musste ich aus Vorsichts-maßnahme mit meiner Marathonteilnahme absagen. 

Deshalb konnte ich dem Robert mit seiner Frage nicht gleich entscheiden können, ob ich mitmachen möchte?

Aber eine Woche vorm Frostwiesenlauf schaute ich noch einmal in seiner Homepage gründlich nach, ich wollte es wissen, was es für ein Lauf war und ob es für mich sich lohnte? Am Ende war ich davon überzeugt und hatte locker ohne Bedenken dort angemeldet. Robert war froh, dass ich mit ihm beim 30-km-Lauf mitmachen möchte. Für meine Anmeldung gab es einfache Gründe:

  • Dieser Frostwiesenlauf in Burg / Spreewald ist ein Erlebnislauf ohne Zeitmessung. Das Beste für mich war klar, dass JEDER am Ende die Erinnerungsmedaillen bekommt. Das fand ich klasse.
  • Durch meine gute Erfahrungen im letzten Jahr aus den beiden Marathonteilnahmen vom Veranstalter „Lausitzer Sport Events“, einmal beim 15. Spreewaldmarathon (HM und Marathon in zwei Tagen) und beim 12. Lausitzer Seenland 100 hatte ich das Gefühl, dass bei diesem Erlebnislauf auch positiv abläuft.

Es sollte für mich ein Trainingslauf sein und 30 km war eine optimale Entfernung für mich. Über 4 Wochen hatte ich kein Lauftraining mitgemacht und stand nun fast wieder bei Null an. Deshalb brauche ich viel längere Trainingsläufe...

An dem Tag waren wir mit meinem Auto (eine gute Fahrstunde unterwegs) nach Burg im Spreewald. Mein Lauffreund Robert war vor kurzem mit seiner Frau gut erholt vom Skiurlaub aus Italien zurück.

Vorm Landhotel in Burg-Kauper, wo nahe dort der Start- und Zielbereich sich stattfand, gab es für alle auf der Wiese kostenfreies Parken. Kleiner Fußmarsch vom Parkplatz bis zum Hotel war ca. 350 m entfernt und dort im Hotel war auch Abholen der Startunterlagen zu sehen.

 

Wir haben dann 1 ½ Stunden genug Zeit bis unser Start für 30-km-Lauf. Trotz vielen Teilnehmer*innen konnte ich einige meine Laufbekanntschaften wiedersehen. Welch eine Freude für mich, denn die Läuferwelt war zum Glück klein.

 

Von der Feuerwehr gab für uns ein großer Raum fürs Umziehen zur Verfügung, wo ebenfalls nach dem Lauf Duschen gab. Nur die Aufbewahrung für unsere Kleiderbeutel gab es leider nicht, dafür unser Pkw als Ersatz für uns.

 

Vorm Start ließen wir uns ein wenig umschauen und es war viel hier los, viele bereitwillige Helfer*innen, gut aufgestellten Hinweisschildern und nah erreichbare Stellen waren Pluspunkte vom Veranstalter. Das fand ich in Ordnung und hatte deswegen bei mir kein Hektikprogramm im Spiel.

Mit Robert hatte ich vorher vereinbart, dass wir etwas früher starten wollten. Ich hatte keine Kontrolle, ob ich beim langen Lauf (30 km) für vom Veranstalter den Zielschluss von 3 ½ Stunden brauche? Startzeit war 11 Uhr für alle Distanzen (5 km, 10 km, 20 km und 30 km). Laut in der Ausschreibung hatte man die Möglichkeit für uns, früher zu starten. Es war auch einfach klar, da es keine Zeitmessung gab.

Als wir langsam für ein Frühstart antreten wollten, war auf einmal der Startständer ein wenig umgekippt. Die Luft ging raus und konnte schnell wieder gerettet werden. Für uns ein seltener Anblick!

Mit guter Laune bei strahlendem Sonnenschein (+1 Grad C) gingen wir um 10:20 Uhr los und es war kaum Läufer*innen zu sehen. Das hatte ich noch nie erlebt und auch ein komisches Gefühl war zu spüren, egal! Das Besondere für mich war dieser Lauf, dass es nicht um die Laufzeit ging, sondern die Teilnahme zählte oder jeder so laufen konnte, wie man wollte.

 

Nach 2 km gab ein Schild uns bekannt, dass die Laufwege für 10 km und 20 km nun getrennt werden musste. Die erste 10 km Runde war für uns als 30-km-Teilnehmer auch dabei zu folgen und danach die alleinige 20-km-Runde. Das war leicht für uns.

Ich hatte schon vor, beim Frostwiesenlauf mein eigenes Lauftempo zu bestimmen und versuchte mit Robert locker gleichmäßig mitzuhalten. Mein vorgestelltes Lauftempo war 5:30 min pro km. Das klappte bis 20 km gut, dann merkte ich schon schnell, wie ich noch sehr im Trainingsrückstand war. Ich gab Robert mein Zeichen, dass er nun dann sein eigenes Tempo weiterlaufen konnte. Der Abstand mit ihm war schnell bemerkbar größer und konnte ihn dann nach einigen Kilometern nicht mehr zu sehen. Für mich war das kein Hindernis, ich wollte einfach die lange Strecke im Trainingsmodus überstehen.

Davor konnten wir gemeinsam viele schöne typische Spreewälder Landschaften ansehen, einfach herrlich mit dem super Winterwetter. Eine Stunde nach dem Frühstart hatten wir uns gesagt, uns war zu warm mit den angezogenen Laufbekleidungen. Die Sonne hatte uns immer begleitet, aber doch später war es etwas kühler und oben sah man schon die bedeckte Wolken. Also wir hatten uns richtig wettergeschützt angezogen. Einige Fotos sowie Videos hatten wir nebenbei mit, mitgebrachte Erinnerungen waren bisher immer schön und später auch sinnvoll. Ein großes Beispiel war mit meinem Laufblog, wo ich seit über einer Woche endlich für alle veröffentlicht hatte. Bei einigen waren die Begeisterungen sichtbar groß und für mich ein schönes Tagebuch. Wer weiß, wie lange ich mit meinem Laufblog durchhalten kann? Ich kenne einige Blogger*innen, die nach einer Weile nicht mehr so aktiv waren, das fand ich schade. Vielleicht hatten sie auch seine Gründe?

Kurz vorm Ziel überholten einige bekannte Teilnehmer*innen und kurze Begrüßungen beim Laufen waren schön für mich.

Die Laufstrecke beim Frostwiesenlauf kam mir einiges bekannt vor aus meiner Marathonteilnahme beim 15. Spreewaldmarathon, dafür in umgekehrter Richtung.

 

Nach dem Ziel bekam ich von den beiden weiblichen Spreewälder Frauen im originellen Trachtenkleid eine schwere, schöne Erinnerungsmedaille. Für mich war es ganz neu, auch bei diesem 30-km-Lauf bekam ich dafür. Das gab sicher überall nicht so! Robert war schon lange dort und wir hatten über unsere schöne Teilnahme darüber gefreut. Die Verpflegung während und nach dem Lauf war einfach top, es gab warme Getränke, leckere Gurken sowie Glühwein, die fast überall an den Verpflegungsstellen im Topf am Feuerkorb aufgewärmt wurden. Umweltfreundliche Service vom Veranstalter (ohne Stromnutzung) ! Der bekannte Moderator Adi, ein Dauergast vom Veranstalter, hatte mich sofort erkannt und über unsere kleine Unterhaltung habe ich mich wieder gefreut. Er war immer gut drauf und hatte Spaß mit seiner Moderation.

 

Nach kurzer Zeit waren wir wieder für die Rückfahrt bereit und ich hatte mich beschlossen, dass ich meine Frau sowie ihre Freundinnen daheim überzeugen werde, beim 10-km-Lauf mitzumachen. Ich wäre auch gern mit ihnen zusammen.

 

Ein großes Lob an den Veranstalter sowie sein Team!!!


11.02.2018

Startzeit: 10:21 Uhr

Startnummer: 348

Startgebühr: 19 EUR

Start: Burg / Spreewald, nahe Landhotel

Ziel: Burg / Spreewald, nahe Landhotel

 

Laufzeit: 3:08:02 min (30 km)

Pace: 06:19 km/min

Herzfrequenz: 151

Rundenanzahl: 2

Kalorienverbrauch: 3266

Finisher: - (keine Zeitmessung)

Rang: - (keine Zeitmessung)

Wetter: 1 C, zuerst sonnig, später bewölkt

Wind: kaum, später schwach

Höhenmeter: 32

 



Strecke (Route)



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Kommentare: 7
  • #1

    TorPeDo (Samstag, 17 Februar 2018 13:41)

    Schöner Text Robert. Ich freue mich schon auf die vielen Laufberichte 2018!

  • #2

    Robert (Deafrunner) (Samstag, 17 Februar 2018 15:30)

    Danke TorPeDo! Es freut mich, dass es Dir gefällt und Du bist der Erste, der in meinem Laufblog schreibst... ;o)

  • #3

    Dixie Denver (Samstag, 17 Februar 2018 20:29)

    Der Anfang ist gemacht, gratuliere zum ersten Blockeintrag. Ich freue mich schon auf all Deine Berichte und noch mehr auf ein baldiges Wiedersehen �.

  • #4

    Robert (Deafrunner) (Samstag, 17 Februar 2018 20:37)

    Hi lieber Jörg, danke dafür und auf ein Wiedersehen mit Dir freue ich auch noch mehr... vielleicht beim 1. Berliner Spreebrücken Marathon (von TorPeDo organisiert) ?

  • #5

    Robert G. (Sonntag, 18 Februar 2018 20:59)

    Von deinen Blog mit Bericht find ich sehr schön und toll , das hat mit dir Spaß gemacht und hat mich echt gefreut ��. Danke !
    Weiter so ��‍♂️���!

  • #6

    Georgios Gerasimou (Sonntag, 18 Februar 2018 21:16)

    Ein tolles Bericht und dazu auch Video Gebärden.......dazu auch schönes Foto...

    Mach weiter so beim Blog....ich werde weiter folgen.Bald zusammen laufen

  • #7

    Robert (Deafrunner) (Sonntag, 18 Februar 2018 22:02)

    Danke, lieber Robert sowie Gogo... freue mich sowieso auf Eure gemeinsame Läufer demnächst.... Ich bemühe mich für alle Leser, die mit Spaß und Interesse verfolgen möchten.