41. BSV 92 Winterlaufserie (Halbmarathon)


Mein allererster Halbmarathonlauf im Wettkampfmodus

Mein allererster Trainingslauf im Schnee vor 3 Tagen...
Mein allererster Trainingslauf im Schnee vor 3 Tagen...

Seit ein paar Tagen hatte ganz Berlin überraschend stark geschneit. Endlich war der Winter bei uns auch angekommen. Da dachte ich schon an dem letzten Lauftag der gesamten Winterlaufserie. Drei Tage vor diesem Sonntag hatte ich mein allererster Lauf im Schnee, was für ein unbeschreibliches Gefühl! Da hatte ich wirklich Lust auf diese erste Halbmarathon-Teilnahme. 

 

Vorher hatte mein Sportchef vom SG BMF 07 mir gesagt, wer diese Winterlaufserie durchsteht, ist ein harter Läufer. Ich denke, er hat ja Recht. Für diese komplette Teilnahme braucht man nicht nur die Kraft und Persönlichkeit, sondern auch die Geduld!

Diese Geduld musste ich bei meinem Halbmarathon haben und freute mich schon auf diesen Lauf. Gleichzeitig hatte ich die nagelneuen Laufschuhe von "adidas" und probierte bei meinem ersten Trainingslauf im Schnee, alles im guten Gefühl nach 6 km. Was konnte da noch schief gehen?

Vor Ort sah ich am Stadion Wilmersdorf das stark verschneite Schneegebiet. Oh je, das wird hart für mich sein, denn die Gehwegen wurden nicht freigeschoben. Schon beim Einchecken in der Turnhalle bemerkte ich im Gehschritt das unangenehme Gefühl.

 

Langsam kannte ich die Stammteilnehmer*innen aus den letzten beiden Läufen. Fast alle waren gut gelaunt, auch wenn es draußen mit der Frosttemperatur sehr kalt war. Ich ließ mich auch nicht abschrecken und zog mich sehr viel an. Es war himmelblau und wir hatten Sonne. Also, die Sonnenbrille durfte ich nicht vergessen, beim Lauf mitzunehmen.

 

Vor dem Start machten wir ein Gruppenfoto mit meinen Arbeitskollegen und der Startplatz war unweit vom Hohenzollerndamm. Für mich war es trotzdem ein toller Anblick, alle standen im Schnee und sahen winterlich aus. Es war richtig kalt wie in russischen Sibirien.

 

Ich musste immer an die 9 Runden + 530 m denken und das im Schnee. Aufgeregt war ich natürlich, denn eine Halbmarathonstrecke ist natürlich kein Spaziergang für Unerfahrene wie ich. Mein 2. Sportchef Thomas (nicht zu verwechseln mit dem Sportchef, der auch Thomas heißt) war als Zuschauer da und drückte uns die Daumen, dass es alles gut sein sollte.

 

Die Sonnenbrille, die ich am Anfang aufgesetzt hatte, konnte ich nach 600 Metern wieder abnehmen, denn es kam völlig Dampf an den Gläsern. Kein Wunder, mit meiner warmen Atmung kam Dampf aus den kalten Freien. Das sollte ich selbst wissen, wie peinlich war das?! Bis zum Ende musste ich die Sonnenbrille an der Jackentasche wie ein Depp mitschleppen.

 

Nach drei Runden wurde meine Kondition immer schwerer und ich lief einfach durch. Vor allem die Steigungen am Anfang war die große Brutalität, wo nach mehreren Runden die Schneedecke ungleichmäßig verteilt war und somit war für das Laufen danach schwer, immer auf die Schneedecke trampeln. Nach 1:45:16 Stunden kam ich völlig erschöpft ans Ziel und ich war sehr froh, dass ich mein erster Halbmarathon mit Biss geschafft hatte. Ein paar Kollegen meinten zu mir, die Zeit von mir war klasse, denn mitten im kalten Winter mit viel Schnee war die gute Leistung von mir gewesen. Aber nach 5 Minuten bemerkte ich das leichte Ziehen am Schienbein, ich dachte an die Überanstrengung von diesem Lauf und müsste in ein paar Tagen weggehen.

 

Nach dem Umziehen holte ich meine Urkunde und verabschiedete meinen Kollegen. Ich möchte nur noch nach Hause fahren und mich hinlegen, ich war total kaputt. Ich wollte etwas schneller gehen, um meine Bahn pünktlich zu erreichen. Das ging leider nicht, ich hatte starke Schmerzen am Schienbein im Gehen. Was war los? Ich humpelte nur noch und brauchte sehr lange, bis ich zum Bahnhof Hohenzollerndamm erreichte. Es hatte sehr wehgetan.

 

Am nächsten Tag zur Arbeit wurde es unerträglich und hatte weiterhin starke Schmerzen. Später stellte sich heraus (war einige Zeit später beim Sportarzt), es war SKS (abgekürzt für Schienbeinkantensyndrom = Knochenhautentzündung am Schienbein). Es sollte eine Überbelastung für mich gewesen sein, denn fast alle Laufanfänger hatten sowas. Recherchiert hatte ich im Internet und die Ursachen waren eindeutig zu erkennen: nagelneue Laufschuhe, harter Laufschritt im Schnee und volles Tempo durchgehend, da waren meine Beine schon überfordert. Deswegen kann man sagen: SPORT IST MORD! Auch beim Laufen...

 

Aber ein guter Spruch half mir viel: SCHMERZ GEHT VORBEI, STOLZ BLEIBT FÜR IMMER! Das stimmte... :o)


26.01.2014

Startzeit: 10:58 Uhr

Startnummer: 185

Startgebühr: 7,30 EUR

Start: Berlin, Stadion Wilmersdorf

Ziel: Berlin, Stadion Wilmersdorf

 

Laufzeit: 1:45:16 min

Pace: 05:00 km/min

Herzfrequenz: 181

Rundenanzahl: 8

Kalorienverbrauch: 1745

Finisher: 139 (Gesamtwertung)

Rang: 87 (Gesamtwertung)

Wetter: -9 C, sonnig

Wind: -

Höhenmeter: 42

 



Strecke (Route)


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