21. TÜV-Rheinland Berliner Marathonstaffel


Traditioneller Marathonstaffellauf aus 5 Teilnehmern mit unterschiedlichen Distanzen

Die Staffelübergabe (Wechselzone) fand im Hangar vom Tempelhofer Flugfeld statt.
Die Staffelübergabe (Wechselzone) fand im Hangar vom Tempelhofer Flugfeld statt.

An allen Mitglieder*innen wurde vom Vereinsvorsitzender Thomas M. vom SG BMF 07 per Email gefragt. Wer die Interesse beim traditionellen Marathonstaffellauf hat, soll bei ihm anmelden. Ich ließ mich erst im Internet nachschauen, was es für eine Laufveranstaltung und ob es für mich dafür geeignet war?! Wirklich eine reizbare Teilnahme für mich und mit großer Interesse habe ich schnell angemeldet.

 

Der bekannte Veranstalter SCC EVENTS war klar in der Homepage zu erkennen und auch aus den Medien z.B. Berliner Halb- sowie Vollmarathon usw.  Im Hintergrund seiner Geschichte habe ich mitbekommen, dass bis 1992 diese Veranstaltung im Berliner Grunewald als Staffellauf und seit 1994 dann als Marathonstaffel sich stattgefunden war. Im jahr 2009 zog die Marathon-Staffel von Grunewald auf das Gelände des ehemaligen Flughafens Berlin-Tempelhof.

Dieser Staffellauf bestand aus fünf Teilnehmer, wo der erste mit 12,195 km, der zweite und vierte mit 10 km und der dritte sowie der letzte mit 5 km laufen. Somit wird dann die volle Marathondistanz berechnet.   

Wie immer fragte ich meiner Frau sowie meine Eltern, ob sie mal vor Ort dieser Marathonstaffel anschauen wollen. Nur mein Vater zeigte Interesse und möchte gern meine Laufwelt etwas kennenlernen, er ist ja Rentner und die Zeit hatte er genug. Meine Frau sowie meine Mutter waren zu kalt zum Zuschauen und blieben lieber in ihrer warmen Stuben. Dafür habe ich mein Verständnis.

 

Mit meinem Vater vereinbarten wir uns, dass wir am U-Bhf Platz der Luftbrücke treffen sollten, wir kamen aus verschiedenen Fahrtrichtungen. Zu Fuß gingen wir ins Hangar (Haupthalle) und es waren schon viel zu sehen, aufgestellte Zelte, Schutzzäune und viele Menschen, die gegenseitig uns vorbeigingen. Das war für mich neu und ich war noch nie in der Flughafenhalle. Meine Eltern waren letzten Mal dort, wo sie in den Urlaub zuerst mit dem kleinen Flugzeug ab Berlin-Tempelhof nach Basel und dann in das Korsika geflogen waren. Schade fanden wir, dass der Flughafen Berlin-Tempelhof nicht mehr in aktiven Betrieb war.

Für unser Verein "SG BMF 07" war an den aufgestellten weißen Zeltpavillons zur Miete beteiligt und vorher kannte ich die Zeltnummer. Wir suchten kurz und es war außerhalb des Hangars, wo alle Läufer zur Staffelübergabe sowie zum Ziel in den Hangar laufen werden. Ein guter Platz war es.

 

Einige bekannte Gesichter von dem Kollegium waren schon da. Mitbekommen hatte ich von Thomas, unser Vereinsboss, dass wir mit 9 Mannschaften auftreten waren, sozusagen 45 Teilnehmer*innen. Für mich war eine große Teilnehmerzahl. 

Ich war der 4. Staffelläufer und für 10-km-Lauf aufgestellt. Eine völlig akzeptable Laufdistanz für mich...

Es war relativ kühl und sehr windig, kein Wunder auf den freien Geländen bekommt man leichter Wind als im Schutz. Für mein Ankommen war es zu früh, meinte Thomas zu mir. Ich wollte einfach komplett mit ansehen und was Neues dort miterleben, deshalb war die frühe Zeit für mich so unwichtig. 

 

Zum ersten Mal vor Ort sah ich auch das Maskottchen "Frido" von SCC Events und es gefiel mir prima. Seine Ausstrahlung gab mir Freude und meine Lauflust war vorprogrammiert. Sehr gut organisiert waren die Helfer vom SCC Events und man merkte sofort an seiner langen Erfahrung.

Einige Zeit kam Jürgen, der Pensionär vom BMF, und wir hatten ja vor ein paar Tagen beim 10. Teltowkanallauf gesehen. Er läuft auch sehr gerne und war immer gut gelaunt zum Treff. Kleiner Plausch mit ihm über den letzten Lauf in Teltow war angenehm. Er war der 3. Staffelläufer und wird mir bei der Übergabe den Staffelstab überreichen. Wir sprachen uns ab, wie wir uns am besten und reibungslos bei der Staffelübergabe machen können? 

Einige Mitarbeiter*innen brachten auch für unsere Mannschaften als Spende selbstgebackten Kuchen, Nachereien und teils Getränke. Davon wusste ich nicht und hätte sehr gern auch für den Verein was zum Spenden mitgebracht. Ich habe dem Thomas sowie seine Frau versprochen, dass ich beim nächsten Mal unbedingt mit spenden möchte.

 

Das Wetter war trüb und ein wenig feucht kühl. Trotzdem eine gute, trockene Laufgelegenheit für uns. 

 

Es wurden schon einige Läufer*innen vorbeilaufen sehen, das waren die Erstläufer*innen. Kurz in den Hangar waren viele an den Schutzzäunen und feuerten lautstark für seine Mannschaften. Das nenne ich die zusätzliche Motivation.

 

Kurz auf die Uhr schaute ich nach und ich sollte schon in der Läufermasse, wo alle auf die Staffelübergabe warteten. Es standen auch bestimmte Bereiche mit den angegebenen Startnummer-Schildern, sonst kann man nicht vernünftig die Staffelübergabe ausführen.

Völlig hektisch waren zum größten Teil zu sehen, da war ich auch nicht besser. Ständig schaute ich in der großen Leinwand, wo man die eigene Läufer*innen in den Hangar hineinlaufen zu sehen waren. Aber so viele Teilnehmer*innen auf einmal war der Blick in die Leinwand schon etwas anstrengend. Nun kam der Jürgen und ich nahm den Staffelstab fest mit. Im Hintergrund hatte ich schon ins Visier, ich darf ihn nicht verlieren. Ich lief vor purer Freude durchs Hangar und es war dort volle Stimmung pur. Ich bekam etwas Gänsehaut und mein Lauf war viel zu schnell, überholte einige Mitstreiter*innen. Dann ab zum Tempelhofer Flugfeld, wo dann der Wind aus allen Richtungen kamen. Das war der große Unterschied zwischen in der Haupthalle und im Freien.

 

Für mich war es unbeschreiblich ein freies Gefühl, auf der ehemaligen Landebahn zu laufen, so breit und so weit war die Laufstrecke. Der Platz war für alle genug da, man konnte nichts darüber klagen. Eine große Runde betrug 5 km und ich lief 2 Runden durch. Als ich mit dem ersten Rundenlauf fast fertig war, jubelten einige BMF-Mitarbeiter*innen zu mir und das war die feine Art für mich. 

 

Bis zur letzten Staffelübergabe war die Tochter vom Sportboss Julia nun dran und ich schrie ihr an: "Lauft, was Du kannst?!"

Ich war schon total erschöpft von meinem schnellen Lauf und ich konnte es gar nicht glauben, dass ich unter 45 min für 10 km gebraucht hatte. Für mich war meine persönliche Bestleistung gewesen. Der Kraftraub war brutal, als ich viele Male mit dem unangenehmen Gegenwind durchlaufen musste.

 

Meinen Vater hatte auch mein Lauf interessiert verfolgt und wir blieben noch ein paar Stunden mit geselliger Stimmung dort. Es hatte mir großen Spaß gemacht und ich würde sehr gern wiederkommen. Ein großes Dankeschön auch an mein Sportverein, der für alle Teilnehmer*innen die Kosten der Startgebühren sowie die Miete des Zeltes komplett übernommen hatte. Respekt!


17.11.2013

Startzeit: 12:38 Uhr

Startnummer: 148-4. Läufer

Startgebühr: vom Sportverein finanziert

Start: Berlin, Hangar (Tempelhofer Feld)

Ziel: Berlin, Hangar (Tempelhofer Feld)

 

Laufzeit: 44:57 min (für 10 km)

Pace: 04:30 km/min

Herzfrequenz: 187

Rundenanzahl: 1

Kalorienverbrauch: 809

Finisher: 1055 (Teams)

Rang: 369 (Teams)

Wetter: 8 C, bewölkt

Wind: schwach bis mittel

Höhenmeter: 100

 



Strecke (Route)


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