So fing es alles bei mir an...

Speziell mit dem langen Laufen hatte ich sehr viel zu spät begonnen. Das bereue ich bis heute noch.

Als Kleinkind war ich mit über 14 Monaten erst mit dem Gehen beweglich - sicher eine sehr späte Anfangsphase für ein Kleinkind.

Bis zum Erwachsenenalter war ich noch nicht in den bestimmten Sportvereinen aktiv.

 

Nach der deutschen Wende wurde ich von meinem ehemaligen Klassenkameraden Jörn aus der Gehörlosenschule, wo ich dort nur zwei Jahre mit ihm in der Klasse war, für einen Fußballverein empfohlen worden. Der Verein hieß bis heute noch BSC Comet 96 Berlin. Das war für mich ein beweglicher Aufbruch, denn ich konnte regelmäßige Trainings-einheiten bzw. viele interessante Punktspiel- bzw. Pokalspiele mitmachen. Ich befand mich in einer Brückenwelt, wo zwischen Gehörlosen und Hörenden aufeinander standen. Auf diesen beiden Seiten konnte ich mit Hilfe beider tragenden Hörgeräten problemlos teilnehmen bzw. kommunizieren. Sowie benutze ich auch die Gebärdensprache für die Gehörlosenwelt nebenbei mit.

 

Später war ich in der Leichtathletikabteilung beim BGSV 1900 (Berliner Gehörlosen-Sportverein), speziell im Speerwerfen, tätig. Da war mit dem Laufen an mir nicht so auffällig, man hatte ja Konditionstraining zur Verfügung gestellt. Es war trotzdem für mich  kein großer Vergleich mit meinen heutigen Marathonläufen.

Danach einige Zeit später als Bowlingspieler (zuerst BGSV 1900, später HgSV Potsdam) aktiv und mit dem Laufen war überhaupt nichts im Programm. Es wurde in der Bowlinghalle nur gespielt, getrunken und die Bewegung war leider einseitig. Das war unbewusst für mich normal, aber heutzutage danach fand ich schlimm genug.

Als ich bei meinem aktuellen Verein, wo ich dort arbeite, beim SG BMF 07 (Bundesministerium der Finanzen) mit dem Betriebssport Fußball mitmachte. Gleichzeitig nahm ich zufällig ein kleiner Laufwettbewerb beim Bundestagslauf im Jahre 2012 teil und stellte nach kurzer Zeit fest, dass ich kein Typ für Mannschaftssport war. Mit diesem Lauf wollte ich mich von meiner beruflichen Tätigkeit als Buchbinder einfach nur ausgleichen. Damit war für mich ein Sprungbrett im Laufsport aufgestellt worden.

 

Am Anfang wollte ich durch kleinen Läufen aufgrund meines leichten Übergewichtes einfach langsam abnehmen und später mit kleinem Versuch schnell und gut zu laufen. Es wurde automatisch mit den Laufdistanzen länger. Nach jeden Zielläufen war meine Lauffreude bemerkbar größer und ich hatte mein Bedarf, noch länger zu laufen.

 

Erst später bemerkte ich, wie viele Menschen immer mehr mit der Leidenschaft Marathon erfassten. Damals als Jugendlicher hatte ich immer gedacht, als ich im TV die Meisterschaften, WM, EM oder Olympias angeschaut hatte, dass der Langstreckenlauf nur für die Profis geeignet war. Ich konnte selbst früher mit der olympischen Königsdisziplin (42,195 km) nicht vorstellen, dass ich eines Tages mitmache. "Nur über meine Leiche!" - könnte ich ungefähr damals gesagt haben.

 

Heute in der modernen Gesellschaft wird Marathon fast überall als "Hobby" angesehen. 

Die Angebote für die Marathonliebhaber werden immer mehr zu finden, und es wächst weiter die Begeisterung an neuen Laufevents. Es werden nicht mehr nur City-Marathons angeboten. Doch das Marathonbild ist bedeutend bunter geworden.

 

Deswegen suche ich weiter nach den interessanten Herausforderungen wie zum Beispiel: Nachtmarathon - Wintermarathon - Hallenmarathon - Bergwerkmarathon - Tunnelmarathon - Knastmarathon - Strandmarathon - Inselmarathon - Teammarathon - Wüstenmarathon - Bergmarathon - Ultramarathon - Etappenlauf und vieles mehr...

 

Ich weiß ganz genau, dass jeder Marathon oder noch länger für mich eine hohe Herausforderung (körperlich und vor allem mental!) stellt. Es reizt mich immer wieder, wenn ich zum Ziel alles geschafft habe. Ich weiß, dass für mich jeder Marathon meistens einmalig, unberechenbar und unheimlich ist und darum laufe ich nur einmal an jeden Marathonnamen sowie -orten. Nur dann bleibt mein Erinnerungswert hochklassig für immer erhalten.

 

Ich wähle oftmals mein Lauftempo nach Tagesform. Es soll für mich mehr ein genussvoller Spaßlauf sein, also kein Kampf gegen die Uhr. "Dabei sein ist alles" ist mein Motto bei jeden langen Läufen. 

 

Mein Ziel beim Marathonlauf, wenn ich noch gesund und lange lebe, bei allen deutschen Bundeshauptstädten (wenn sie verfügbar sind) sowie alle Hauptstädte Europas und mindestens auf jedem Kontinent einmal Marathon teilgenommen zu haben.

 

Viele meinten über meine Laufleidenschaft mehr als verrückt, unnormal oder unnötig. Aber ich sehe in mir selbst ein anspruchsvoller Marathontourist und möchte nur einfach die wunderschöne Laufwelt kennenlernen.

 

Ehrlich gesagt, bis heute habe ich nicht bereut, mit meiner Leidenschaft im Laufschritt mitgemacht zu haben und ich freue mich schon auf die nächsten weiteren Laufabenteuern.


Meine Stammdaten

NAME

JAHRGANG

ALTERSKLASSE

GRÖSSE

GEWICHT

STAND

WOHNORT

BERUF

HOBBY

LAUFSCHUHGRÖSSE

LIEBLINGSSCHUHE

 

STAMMSTRECKEN

 

GPS-UHR

MOTTO

Robert Boyde-Wolke

1974

M40

181

86,5 kg

verheiratet

Zeuthen

Buchbinder

Laufen, Medaillensammlung, Reisen

EUR 46 / US 12

Mizuno Wave Inspire 12, Mizuno Wave Legend 2

Saucony Omni 14, Saucony Omni 15

Zeuthen/Wildau, Rauchfangswerder Berlin, Berlin-Tiergarten, Park am Gleisdreieck

Garmin vivoactive HR

Leben und leben lassen - auch im Laufsport



Meine Bestzeiten

5 KM
5 KM

20:57 min

27.05.2016

6. Grünauer Forst

10 KM
10 KM

41:44 min

21.11.2015

23. TüV-Marathonstaffel Berlin

HALBMARATHON
HALBMARATHON

1:36:54 h

09.04.2016

10. Airport Night Run

25 KM
25 KM

2:05:36 h

17.05.2016

36. BIG 25 von Berlin


30 KM
30 KM

2:32:02 h

01.03.2015

7. Frauenseelauf

MARATHON
MARATHON

3:50:54 h

23.01.2015

12. Dubai Marathon

50 KM
50 KM

6:05:57 h

24.02.2018

5. Fishermanstrail (Winter)

100 KM
100 KM

Mal schauen, ob ich es mitmachen kann?